Ausland

Nach Protesten: Regierung im Jemen entlassen

Der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hat heute die Regierung entlassen. Hintergrund sind die fortwährenden Proteste schiitischer Huthi-Rebellen. Zudem habe Hadi eine von der Regierung angeordnete Kürzung von Benzinsubventionen teilweise wieder aufgehoben, wie die jemenitische Nachrichtenseite Mareb Press berichtete.

Der Präsident hat damit die beiden Hauptforderungen von Huthi-Rebellen erfüllt, die seit zwei Wochen in Sanaa demonstrieren. Rund 30.000 Anhänger des schiitischen Volksstammes haben Protestlager an den großen Zufahrtsstraßen in die Hauptstadt errichtet.

Am Sonntag hatte Huthi-Anführer Abdelmalik al-Huthi seine Anhänger zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Präsident Hadi will nach Angaben von Mareb Press binnen einer Woche eine neue Regierung bilden.

Aktion scharf gegen Steuerbetrug: Madrid zieht erste Bilanz

Der parallel zum Sparprogramm gestartete Kampf gegen den Steuerbetrug in Spanien hat dem Staat Milliarden eingebracht. Haushaltsminister Cristobal Montoro sagte heute vor dem Parlament, seit Anfang 2012 seien 28 Milliarden Euro zusammengekommen. Der Kampf gegen den Steuerbetrug sei der einzige Weg, dieser „Plage“ Herr zu werden.

Spanien hatte vor zweieinhalb Jahren die Zahl der Betriebsprüfungen erhöht, Barzahlungen von Firmen auf 2.500 Euro begrenzt und die Strafen für Steuerbetrug erhöht. Im ersten Jahr flossen so 11,5 Mrd. Euro in die Staatskassen, im zweiten Jahr 10,9 Mrd. Euro und im ersten Halbjahr dieses Jahres 5,5 Mrd. Euro, wie Montoro aufzählte.

Der Verband der Steuerprüfer in Spanien schätzt, dass die Schattenwirtschaft sich infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise gewaltig ausgedehnt hat. 2008 wurden demnach rund 15 Mrd. Euro schwarz verdient, 2012 schon 253 Mrd. Euro. Das wäre fast ein Viertel des spanischen Bruttoinlandsprodukts.

Ukraine: EU will Spitzentreffen wegen Gaskrise

Zur Lösung der Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine ist laut EU ein Spitzentreffen Mitte September im Gespräch. Teilnehmen sollen der russische Energieminister Alexander Nowak, der ukrainische Energieminister Juri Prodan und EU-Energiekommissar Günther Oettinger, wie die EU-Kommission heute in Brüssel mitteilte.

Ort und genauer Zeitpunkt sollten demnach im Anschluss an ein Gespräch zwischen Oettinger und Prodan am Montag vereinbart werden. Bereits am Donnerstag sind Gespräche auf Expertenebene zwischen Russland und der EU in Brüssel vorgesehen, hieß es weiter; vergangene Woche hatte Oettinger in Moskau Nowak getroffen.

Bei den Brüsseler Gesprächen soll die Analyse von Zahlen im Mittelpunkt stehen, die die Gasversorgung im nächsten Winter betreffen. Vor kurzem hatte Oettinger gewarnt, dass in einem kalten Winter in der Ukraine Gas aus Lieferungen abgezweigt werden könnte, das eigentlich aus Russland durch die Ukraine in die EU fließen soll.

Ban: „Keine militärische Lösung“

Im politisch-militärischen Konflikt zwischen Kiew und Moskau über die Ostukraine warnte UNO-Chef Ban Ki Moon angesichts der Debatte über eine Erhöhung der Einsatzfähigkeit der NATO das westliche Verteidigungsbündnis, dass es im Ukraine-Konflikt „keine militärische Lösung“ gebe. Ban sagte in Neuseeland, er sei zutiefst besorgt über die Entwicklungen in dem osteuropäischen Land.

Er wisse, „dass die Europäische Union, die Amerikaner und die meisten westlichen Staaten sehr ernsthaft darüber debattieren, wie mit der Angelegenheit umzugehen ist“, sagte Ban. „Sie sollten wissen, dass es keine militärische Lösung gibt. Es muss einen politischen Dialog für eine politische Lösung geben.“

EU entscheidet diese Woche über Sanktionen

Die EU will bis Freitag über neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland entscheiden. Das Maßnahmenpaket werde bis morgen von der EU-Kommission geschnürt, bestätigte die designierte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini im EU-Parlament entsprechende Medienberichte.

UNO befürchtet Lebensmittelkrise wegen Ebola

Durch die Ebola-Epidemie droht in Westafrika nun auch eine Lebensmittelkrise: Die Vereinten Nationen schlugen heute Alarm und äußerten ihre „große Besorgnis über die Nahrungsmittelversorgung“ in den am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone.

Infolge von Grenzschließungen und Beschränkungen beim Personenverkehr sei es bereits zu Panikkäufen, stark steigenden Lebensmittelpreisen und Knappheit bei bestimmten Nahrungsmitteln vor allem in den Städten gekommen.

Mangel an Erntehelfern droht

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) weiter mitteilte, wird auch mit Schwierigkeiten bei den anstehenden Ernten in Westafrika gerechnet. Durch die Quarantäne, die über bestimmte Gebiete verhängt worden sei, und die Beschränkungen beim Personenverkehr drohe ein Mangel an Erntehelfern. Die zwei großen Ernten der Region - Reis und Mais - stünden vor der Tür.

Die drei besonders betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone sind Nettoimporteure bei Getreide. Vor allem Liberia sei von einer Versorgung von außen abhängig, hob die FAO hervor. In der Hauptstadt Monrovia seien die Preise für manche Lebensmittel bereits explodiert, etwa für das Grundnahrungsmittel Maniok, dessen Preis in den ersten August-Wochen um bis zu 150 Prozent gestiegen sei.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat einen Notfallplan für die Region gestartet, der etwa 65.000 Tonnen Nahrungsmittel für 1,3 Millionen Menschen vorsieht.

IS-Extremisten brüsten sich mit deutschem Kriegsgerät

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) präsentiert in einem im Internet veröffentlichten Video nach eigenen Angaben in Syrien eroberte deutsche und russische Waffen.

In dem Video zeigen IS-Extremisten unter anderem alte russische Kampfjets, Artillerie und mehrere Raketen, von denen einige auf Deutsch mit „Lenkflugkörper DM 72 - 136 mm Panzerabwehr“ beschriftet sind.

Es sind die ersten bekanntgewordenen Aufnahmen aus dem vergangene Woche von der Terrormiliz eroberten Militärflughafen al-Tabka. Laut einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ (Dienstag-Ausgabe) handelt es sich bei den deutschen Raketen um den Typ HOT des ehemaligen deutsch-französischen Herstellers Euromissile. Die HOT-Raketen seien 1981 an die Regierung Syriens geliefert worden, das damit seine Kampfhubschrauber vom Typ Gazelle ausgestattet habe, schrieb das Blatt.

Drohung an Putin

In dem Video drohen Dschihadisten dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. „An Wladimir Putin“, sagt ein IS-Kämpfer, „das sind russische Flugzeuge, die Du an Baschar verkauft hast.“ Nun würden die Flugzeuge zurückfliegen und „Tschetschenien und den Kaukasus befreien“. Moskau hatte zuletzt im Juni Kampfjets an das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad geliefert.

Amnesty: „Ethnische Säuberung“ durch IS

Schwere Vorwürfe erhebt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gegenüber IS: Die Terrormiliz betreibe im Irak eine „systematische ethnische Säuberung“. Ziel öffentlicher Folterungen und Kreuzigungen sei es, „alle Spuren von Nicht-Arabern und nicht sunnitischen Milizen zu beseitigen“, heißt es in einem aktuellen Bericht.

Mehr dazu in „Spuren von Nicht-Arabern beseitigen“

Syrien: Bedingungen für Freilassung von UNO-Soldaten

Nach der Entführung von mehr als 40 auf den Golanhöhen stationierten Blauhelmsoldaten haben islamistische Rebellen erstmals Bedingungen für die Freilassung der Männer aus Fidschi genannt.

Die Entführer von der dschihadistischen Al-Nusra-Front forderten eine Streichung ihrer Gruppierung von der Terrorliste der Vereinten Nationen, wie Fidschis Armeechef Mosese Tikoitoga heute in der Hauptstadt Suva sagte. Die UNO-Listung bedeutet für die syrische Rebellengruppe eine Reihe von Sanktionen und Einschränkungen.

Kompensation für verletzte Kämpfer

Ferner fordern die Entführer dem Armeechef zufolge humanitäre Hilfen für eine von ihnen gehaltene Kleinstadt nahe Damaskus sowie Kompensationen für drei ihrer bei Gefechten verletzten Kämpfer. Das seien die offiziellen, an die UNO übermittelten Forderungen der Al-Nusra-Front, sagte Tikoitoga.

Laut unbestätigten Medienberichten aus Fidschi verlangen die Islamisten zudem die Freilassung des früheren Al-Kaida-Führers Abu Mussab al-Suri, auch bekannt als Mustafa Setmariam Nasar. Dieser war im Jahr 2005 in Pakistan festgenommen worden und wird derzeit von den syrischen Behörden festgehalten.

45 Soldaten entführt

Den Armeeangaben zufolge wurden am Mittwoch insgesamt 45 Soldaten aus Fidschi entführt. Zuvor war die Zahl der Entführten mit 44 oder 43 etwas niedriger angegeben worden. Sie gehören der UNO-Beobachtertruppe UNDOF an, die seit dem Jahr 1974 auf den zwischen Israel und Syrien geteilten Golanhöhen die Einhaltung des Waffenstillstands zwischen den beiden Staaten überwacht.

Die syrischen Rebellen hatten am Mittwoch den Grenzübergang Kuneitra zerobert und dabei auch die UNDOF-Soldaten aus Fidschi in ihre Gewalt gebracht. Philippinische Soldaten hingegen weigerten sich aufzugeben. Sie hielten ihre Stellungen und konnten am Wochenende in Sicherheit gebracht werden.

Inland

Asyl: Bundesländer versprechen 425 neue Plätze

Die Bundesländer wollen im September 425 neue Plätze für Flüchtlinge schaffen. Darauf haben sie sich heute beim Asylkoordinationsrat in Wien verständigt, wie der Vorsitzende der Landeshauptleute-Konferenz, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), in einer Aussendung mitteilte.

„Die Bundesländer unterstreichen damit, wie ernst sie ihre Verantwortung gegenüber hilfe- und schutzsuchenden Menschen nehmen“, so Kaiser. Er sieht nun Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gefordert, das bereits angekündigte neue Flüchtlingskonzept unter Einbindung der Länder und der Flüchtlingsorganisationen zu erarbeiten. Die Ressortchefin müsse eine „tragfähige Lösung“ erreichen, die die Länder und Gemeinden „nicht überfordert“, so der Landeshauptmann.

Kaiser und Mikl-Leitner hatten Anfang August vereinbart, dass bis zur Konferenz der Flüchtlingsreferenten der Länder am 23./24. September in Kärnten ein Detailkonzept erarbeitet wird.

Hass-Posting auf Kurz-Seite: Verdächtige ausgeforscht

Nach möglicherweise verhetzenden Postings auf der Facebook-Seite von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sind insgesamt acht Personen ausgeforscht worden. Gegen sie werden nun weitere Erhebungen geführt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien heute.

Antisemitische Postings

Kurz hatte Anfang Juli einen Nahost-Friedensappell auf Facebook veröffentlicht, worauf es zahlreiche Kommentare gab, darunter auch antisemitische. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet und ermittelte gegen unbekannt wegen Verdachts der Verhetzung.

Vier der nun ausgeforschten Personen sollen von der Bundeshauptstadt aus tätig gewesen sein, vier weitere in den Bundesländern, ihre Fälle wurde an die zuständigen Behörden weitergeleitet, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien. Insgesamt werde nun gegen acht Personen ermittelt.

Vorhabensbericht in Hymnen-Causa

Ebenfalls von der Staatsanwaltschaft geprüft wurden bedenkliche Kommentare auf der Facebook-Seite von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Die Ressortchefin postete Ende Juni auf Facebook ein Foto, auf dem sie den aktuellen Hymnentext in die Kamera hält - als „Lernhilfe“ für den Schlagersänger Andreas Gabalier, der die alte, töchterlose Version gesungen hatte.

Heinisch-Hosek erhielt dafür teils feindselige Postings. In dieser Causa erging in der Zwischenzeit ein Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft an die Oberstaatsanwaltschaft. Über dessen Inhalt - also welches weitere Vorgehen die Staatsanwälte vorschlagen - gab es keine Auskunft.

„Sommergespräch“: Strache fordert Neuwahl

Das vierte ORF-„Sommergespräch“ mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist gestern Abend nicht zuletzt im Zeichen der jüngsten Regierungsumbildung gestanden. Strache bezeichnete diese als „Verhöhnung“ und erneuerte seine Forderung nach einer Neuwahl.

Einen Neuanfang könne es nur mit der FPÖ geben, so Strache, der gepaart mit scharfer Kritik an der bisherigen Regierungsarbeit auch den Kanzleranspruch stellte. Sich selbst betrachtet Strache - unter anderem mit Verweis auf die „menschliche Komponente“ - bereits ausreichend für diese Aufgabe qualifiziert.

Mehr dazu in „Anstand keine Frage der Herkunft“

TV-Hinweis

Wirtschaft

US-Spitzenpolitiker Cantor geht an Wall Street

Der US-Spitzenpolitiker Eric Cantor wechselt in die Finanzbranche. Die Investmentbank Moelis & Co. hat den ehemaligen Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus als Vizechef und Mitglied des Verwaltungsrats verpflichtet, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Schlappe gegen „Tea-Party“

Cantor hatte auf politischer Ebene zuletzt eine heftige Schlappe erlitten. Nach einer Niederlage gegen einen Vertreter der radikalen „Tea-Party“ bei einer parteiinternen Vorwahl kann er nach fast 14 Jahren im Abgeordnetenhaus nicht bei der kommenden Kongresswahl antreten.

Bei Moelis setzt man nun auf Cantors in 25 Jahren Politikerkarriere aufgebauten Lobbyeinfluss. Laut einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC lässt sich die Investmentbank das einiges kosten: Cantor erhält ein jährliches Grundgehalt in Höhe von 400.000 Dollar und eine Antrittsgage von insgesamt etwa 1,4 Millionen Dollar.

Regierung schließt weitere Hilfen für ÖVAG nicht aus

Österreich hat noch keine Entscheidung über weitere Staatshilfen für die Krisenbank Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) getroffen. Zunächst müsse die Regierung mit dem neuen Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) die Probleme bei dem Volksbanken-Spitzeninstitut analysieren und dann verschiedene Lösungen prüfen, sagte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) heute.

„Jetzt Spekulationen zu führen, die Eigentümer müssen nachschießen, macht in meiner Blickweise keinen Sinn“, sagte Mitterlehner. Das führe nur zu Verunsicherung.

Schelling seit 2012 ÖVAG-Aufsichtsratschef

Die ÖVAG hat den laufenden „Stresstest“ der europäischen Aufsichtsbehörden Insidern zufolge nicht bestanden und benötigt nun frisches Kapital. Einer der Insider hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Test habe eine Kapitallücke von 600 bis 800 Millionen Euro zutage gefördert.

Der vergangene Woche überraschend zurückgetretene Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) hatte weitere Staatshilfen für die ÖVAG stets ausgeschlossen. Sein Nachfolger Schelling war von 2012 bis zum Eintritt in die Regierung Aufsichtsratschef bei der ÖVAG und kennt das Institut daher gut.

Die Bank hatte sich mit einer massiven Expansion in Osteuropa verhoben und musste bereits mehrmals vom Staat gerettet werden. Insgesamt hat sie - Garantien eingerechnet - bisher 1,35 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen. Die Bank gehört zu 51,6 Prozent den regionalen Volksbanken, 43,3 Prozent hält der Staat.

Aus für Londoner Flughafenpläne an Themse-Mündung

Rückschlag für Londons exzentrischen Bürgermeister Boris Johnson: Die hochtrabenden Pläne des konservativen Politikers für einen neuen Großflughafen auf einer Insel in der Themse-Mündung vor London sind gescheitert.

Das Projekt, das bis zu 90 Milliarden Pfund (114 Mrd. Euro) gekostet hätte, werde nicht realisiert, erklärte heute eine von der Regierung mit der Lösung der Londoner Flughafenprobleme beauftragte Kommission. Johnson hält freilich trotzdem an der Idee fest.

Von Cameron-Rivalen Johnson favorisiert

Johnson, der als einer der wichtigsten innerparteilichen Widersacher von Premierminister David Cameron gilt, hatte über Jahre seinen Vorschlag an der Themse-Mündung - häufig als "Boris Island" bezeichnet - propagiert. Die Kommission bezeichnete die Pläne dagegen als unrealistisch.

„Wir müssen uns auf Lösungen konzentrieren, die machbar und bezahlbar sind“, sagte der Vorsitzende Howard Davies. Derzeit bleibt als mögliche Variante der Anbau zusätzlicher Start- und Landebahnen auf den bestehenden Flughäfen Heathrow und Gatwick.

Für Johnson „kurzsichtig“

Johnson sagte dagegen, die Flughafenpläne seien keineswegs tot. Er übte scharfe Kritik an der Kommission, deren Ergebnis er „kurzsichtig“ nannte. Der Ausbau der bestehenden Flughäfen sei wegen des Lärmpegels nicht realistisch, so Johnson. Zugleich räumte er ein, dass seine Idee nicht fertig durchgeplant sei.

Sport

Fußball: Mane heuert bei Southampton an

Das Gastspiel von Sadio Mane bei Österreichs Meister Red Bull Salzburg ist zu Ende. Nach den Turbulenzen in der letzten Woche rund um das Rückspiel im Play-off der Champions League gegen Malmö FF gelang dem 22-jährigen Senegalesen doch noch der Sprung ins Ausland. Mane wird in Zukunft in der englischen Premier League bei FC Southampton spielen. Für vier Jahre sicherten sich die „Saints“ die Dienste des Senegalesen und überwiesen laut englischen Medien dafür eine österreichische Rekordsumme.

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Chronik

Ärger über Touristenbusse

Der Streit über die Touristenbusse in Wien-Leopoldstadt geht weiter: Die Busbetreiber haben angeboten, die Route im Karmeliterviertel etwas zu ändern. Die Bürgerinitiative ist damit nicht zufrieden und verlangt weiter ein Busfahrverbot.

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Reisebuschaos in Salzburger Innenstadt

Ein tägliches Reisebuschaos orten Salzburger Fremdenführer in der Paris-Lodron-Straße in der Stadt Salzburg. Obwohl dort eigentlich nur das Ein- und Aussteigen von Stadtbesuchern erlaubt ist, würden Busse dort auch parken - vor allem in den Abendstunden.

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Frau in U-Bahn beraubt: Täterinnen in Haft

Eine 20-jährige Frau ist vergangene Woche in der Wiener U1-Station Aderklaaer Straße von zwei Frauen geschlagen, gewürgt und schließlich beraubt worden. Die beiden Täterinnen stellten sich heute der Polizei.

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Randalierer in U6-Station

Ein alkoholisierter Mann randalierte in der Nacht auf heute in Wien in einer U-Bahn-Station. Der Mann schlug mit einem Zeitungsständer mehrere Scheiben in der U6-Station Bahnhof Meidling ein.

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Joggerin verletzt: Kuh mitten in München erschossen

Mitten in München ist eine Kuh auf der Flucht vor dem Schlachter von der Polizei erschossen worden. Das Tier war heute aus einem Schlachthof in der Innenstadt ausgebrochen und hatte sich auf den Weg zum Oktoberfestgelände gemacht. Die Kuh umrundete die Theresienwiese und attackierte dabei eine Joggerin, die schwer verletzt wurde.

„Sie spießte die Joggerin mit den Hörnern von hinten auf“, sagte ein Sprecher der Polizei und bestätigte damit Medienberichte. Als die Kuh einen weiteren Fußgänger attackieren wollte, stellte sich ihr die Polizei mit einem Streifenwagen in den Weg. Das rund 550 Kilogramm schwere Tier rammte daraufhin das Polizeiauto. „Weil die Kuh sich nicht beruhigen ließ, haben die Kollegen sie angriffsunfähig geschossen“, sagte der Polizeisprecher.

Danach sei das Rind auf der Theresienwiese, wo bereits die Zelte für das nahende Oktoberfest aufgebaut sind, zu Füßen der Bavaria erlegt worden. Die verletzte Joggerin kam mit einer offenen Wunde am Rücken, Prellungen und Schürfwunden ins Krankenhaus. Nach ersten Ermittlungen hatte die Kuh ein nicht geschlossenes Gatter am Schlachthof für ihre Flucht genutzt.

Stromausfall in Indiens Finanzmetropole Mumbai

In großen Teilen von Indiens Finanzmetropole Mumbai ist heute für mehrere Stunden der Strom ausgefallen. Grund sei das Versagen eines Kraftwerkes von Tata Power gewesen, sagte ein Mitarbeiter der staatlichen Nahverkehrs- und Elektrizitätswerke BEST. Die zur Verfügung stehende Kapazität sei im Rotationsprinzip in verschiedene Stadtteile der Millionenstadt geleitet worden.

Erst vor zwei Jahren erlebte Indien zwei gigantische Blackouts. Hunderte Millionen Menschen waren damals ohne Elektrizität, als die Stromnetze in der Hälfte des Landes ausfielen. Indien leidet unter dauerhaftem Strommangel und veralteter Infrastruktur.

Wichtigster Handelsplatz Indiens

In Mumbai (früher Bombay) befinden sich die Zentralen von zahlreichen indischen Großunternehmen sowie der wichtigste Börsenplatz des Subkontinents. „Das Büro in Mumbai ist dunkel. Die Lichter sind in der ganzen Umgebung aus“, schrieb gegen 11.00 Uhr Anand Mahindra, Chef des riesigen Automobilherstellers Mahindra & Mahindra.

Da kurze Stromausfälle in Indien nicht ungewöhnlich sind, verfügen allerdings die meisten Büro- und Fabrikgebäude über Dieselgeneratoren.

Sexorgie in staatlichem Kurhaus in Bayern

Die Chefin des Staatsbades im bayrischen Reichenhall hatte nach eigenen Angaben keine Ahnung, dass der „Maskenball für Erwachsene“ im Königlichen Kurhaus in Wirklichkeit eine Sexorgie war.

Der Charakter der Veranstaltung sei zwar bei Vertragsabschluss überprüft worden. Es habe aber „kein fragwürdiger Hintergrund“ festgestellt werden können, teilte Kurdirektorin Gabriella Squarra mit.

Mit einem strengen Maßnahmenkatalog solle künftig verhindert werden, dass Veranstaltungen in das Kurhaus vergeben werden, die nicht dem Image eines bayrischen Staatsbades entsprechen, hieß es am Dienstag weiter. Die Sexparty vom Sommer beschäftigt das Finanzministerium in München als Mehrheitsgesellschafter der Bad Reichenhaller Kur-GmbH.

Fesselwerkzeuge und Bett im Separee

Die Behörde forderte einen umfassenden Bericht an, wie es zu der Vergabe der Räume für diesen Zweck kommen konnte. Am 21. Juni hatten sich an die 400 Frauen und Männer zu der freizügigen Veranstaltung im Alten Kurhaus getroffen. Von Fesselwerkzeugen bis zum Bett im Separee sei alles geboten gewesen, berichteten Anwesende. Auch Kondome seien bereitgelegen. Viele Gäste seien in Latex erschienen.

Religion

Indisches Gericht verbietet religiöse Tieropfer

Ein indisches Gericht hat die im Norden des Landes noch immer verbreiteten Tieropfer verboten. Das Töten der Tiere aus religiösen Gründen sei „barbarisch“, urteilte das Gericht in Himachal Pradesh gestern (Ortszeit). Die Polizei und alle Behörden des Bundesstaates müssten dafür sorgen, dass keine Tiere mehr für die Religion geschlachtet werden. Das Urteil war die Folge einer Klage von Tierschützern.

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Science

Gesundheit

Studie: Rauchen wichtigster Faktor für frühen Herzinfarkt

Mehr als drei Viertel der Menschen, die bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitt haben, waren Raucher. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister, die jetzt beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert wurden.

„Unseren Daten zufolge ist Rauchen der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Herzinfarkt“, so Studienautor Heinz Theres (Charite Berlin). „Seit 1999 ist der Anteil der Raucher bei Herzinfarktpatienten unter 55 Jahren nicht zurückgegangen.“

6.000 Patienten untersucht

Für die Untersuchung, die auf den Daten des seit 1999 bestehenden Berliner Herzinfarktregisters beruht, wurden für insgesamt mehr als 6.000 Herzinfarktpatienten drei wesentliche kardiale Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck und ungünstige Blutfettwerte) in ein Verhältnis zum Alter gesetzt.

Bei den Personen, die bereits vor dem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, waren 76 Prozent Raucher. 94 Prozent wiesen zumindest einen der drei Hauptrisikofaktoren auf.

Auswirkungen auf Gefäße

Das Rauchverhalten einer weit jüngeren Altersgruppe, nämlich Jugendliche ab 13 (Durchschnittsalter 17 Jahre), wurde im Rahmen einer Schweizer Studie erhoben. Gemessen wurden bei den Jugendlichen auch der Blutdruck sowie verschiedene Parameter für die Gefäßfunktion. 14 Prozent der Jugendlichen rauchten zumindest einmal wöchentlich, mehr als die Hälfte ihrer Eltern rauchte (28 Prozent) oder hatte geraucht (25 Prozent).

Diese Untersuchung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Beeinträchtigung der Gefäßfunktion. „Die Analysen bestätigen die Hypothese einer frühen Veränderung der Gefäßfunktionalität durch aktives Rauchen im Jugendalter unabhängig vom elterlichen Rauchverhalten“, so Julia Dratva vom Schweizer Tropen- und Public-Health-Institut in Basel.

Kultur

Leute

„Closer“ wegen Fotos von Hollande-Geliebter Gayet verurteilt

Im Streit über die Enthüllung ihrer Liebesaffäre mit Frankreichs Staatschef Francois Hollande hat die Schauspielerin Julie Gayet vor Gericht erneut einen Sieg errungen.

Wegen der Veröffentlichung eines Fotos der heute 42-Jährigen wurden heute zwei Verantwortliche des Klatschmagazins „Closer“ zu einer Geldstrafe von jeweils 3.000 Euro auf Bewährung verurteilt. Der Paparazzo Laurent Viers wurde für schuldig befunden, das Foto geschossen zu haben. Gegen ihn verhängte das Gericht von Nanterre bei Paris eine Geldstrafe von 1.000 Euro auf Bewährung.

Das Autoinnere ist Privatsphäre

„Closer“ hatte am 17. Jänner ein Foto von Gayet abgedruckt, das die Schauspielerin in einem Auto zeigt. Bildunterschrift: „In diesem weißen Citroen fährt Julie Gayet zu ihren Treffen mit dem Präsidenten.“ In der französischen Rechtsprechung wird das Innere eines Autos als privater und nicht als öffentlicher Raum eingestuft, weswegen „Closer“ nun verurteilt wurde.

Das Magazin hatte die Liebesaffäre zwischen Hollande und Gayet schon eine Woche vorher publik gemacht und damit weltweit für Aufsehen gesorgt - und sich den Zorn des französischen Staatschefs und der Schauspielerin zugezogen. Ende März wurde „Closer“ wegen Verletzung von Gayets Privatsphäre in einem Zivilprozess zur Zahlung von 15.000 Euro Schadenersatz verurteilt.

Kurz darauf Trennung von Trierweiler

Hollande hatte auf rechtliche Schritte gegen das Magazin verzichtet. Frankreichs Staatschef hat den „Closer“-Bericht nie dementiert, sich aber auch nicht öffentlich zu Gayet geäußert. Rund zwei Wochen nach der „Closer“-Enthüllung trennte er sich von seiner langjährigen Partnerin Valerie Trierweiler. Zum Stand seiner Beziehung zu Gayet wurde nichts offiziell bekannt.

Erste Bilder von „Brangelina“-Hochzeit veröffentlicht

Das Warten hat ein Ende: Die ersten offiziellen Bilder der Hochzeit von Angelina Jolie und Brad Pitt wurden vom britischen „Hello“ und dem US-Magazin „People“ veröffentlicht. Zu sehen ist darauf unter anderem der mit Zeichnungen von Jolies Kindern verzierte Schleier. Die sechs Sprösslinge waren bei der Hochzeit überhaupt mit einigen wichtigen Aufgaben betraut.

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Lifestyle

Queen genervt von Kamerahandys

Die Queen (88) ist einem Diplomaten zufolge „not amused“ darüber, dass sie bei ihren öffentlichen Auftritten meist in zahllose Handykameras winken muss. Ihr fehle der Blickkontakt, soll die britische Königin dem US-Botschafter in Großbritannien, Matthew Barzun, gesagt haben.

Das erzählt der Diplomat in der Oktober-Ausgabe des britischen „Tatler“-Magazins. Elizabeth II. machte im Juli Schlagzeilen, als sie auf einem Selfie zweier australischer Hockey-Spielerinnen auftauchte. Im Hintergrund lächelt die Queen amüsiert in die Kamera. Auch Musiker haben sich schon öfters darüber beschwert, dass sie bei Auftritten ständig auf Smartphones statt in Gesichter schauen.