Ausland

Erfolg für Rouhani bei Parlamentswahl im Iran

Im Iran stellen Reformer und Moderate zum ersten Mal seit 2004 die stärkste Fraktion im Parlament. Nach offiziellen Angaben von heute holten sie bei der zweiten Runde der Parlamentswahl nach Auszählung fast aller Stimmen 36 der 68 zu vergebenden Parlamentssitze. Die Konservativen gewannen 17 Sitze hinzu, elf Mandate gingen an unabhängige Kandidaten.

Erstmals seit 2004 Reformer voran

Das Ergebnis ist ein persönlicher Sieg für Präsident Hassan Rouhani. Bei der ersten Wahlrunde im Februar hatten das gemäßigte Lager mit 95 Sitzen und das konservative Lager mit 103 Sitzen ungefähr gleich stark abgeschnitten. Auch 14 unabhängige Kandidaten, deren politische Ausrichtung zunächst noch unklar ist, schafften damals den Einzug ins Parlament.

Insgesamt kommt das gemäßigte Lager mit seiner Liste „Hoffnung“ nun auf mindestens 131 Mandate, verpasst aber die absolute Mehrheit von 146 Stimmen. Doch es ist das erste Mal seit 2004, dass das iranische Parlament nicht von den Konservativen dominiert wird, die dem moderaten Staatschef skeptisch gegenüberstehen. Sie sind künftig mit 124 Abgeordneten vertreten.

Doch selbst ohne Parlamentsmehrheit können die Moderaten und Reformer auf die kompromissbereiteren Pragmatiker unter den Konservativen zählen. Die Hardliner waren ohnehin in der ersten Wahlrunde ausgeschieden.

Ukraine-Konflikt: Neuer Vermittlungsversuch Berlins

Angesichts des andauernden Konflikts in der Ostukraine hat der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) seine Kollegen aus Frankreich, der Ukraine und Russland zu Gesprächen nach Berlin eingeladen.

Das Außenministertreffen im sogenannten Normandie-Format solle am 11. Mai stattfinden, sagte Steinmeier der „Welt am Sonntag“. Er hob hervor: „Ich halte es für notwendig, dass wir jetzt einen neuen Anlauf unternehmen, die Blockaden zwischen Kiew und Moskau zu überwinden.“

Lokalwahlen in Ostukraine

Bei dem Treffen solle es um die Vorbereitung von Lokalwahlen in der Ostukraine gehen, sagte Steinmeier weiter. Dazu lägen nun „konkrete Vorschläge auf dem Tisch“. Außerdem gebe es interessante Vorschläge der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), um den Waffenstillstand wieder zu stabilisieren.

„Die Waffenruhe ist wieder brüchiger geworden, die Zahlen der Waffenstillstandsverletzungen und der Opfer schnellen nach oben“, sagte Steinmeier. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte sich erst vor wenigen Tagen besorgt über die zunehmenden Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe in der Ostukraine geäußert.

Im weißrussischen Minsk hatten die Konfliktparteien vor rund einem Jahr einen Friedensplan akzeptiert. Er sah zunächst eine Waffenruhe, dann den Abzug von Waffen und schließlich politische Schritte vor - bis hin zu einer Teilautonomie für die prorussischen Rebellengebiete und Kommunalwahlen. Die Umsetzung der Vereinbarungen stockt seither aber immer wieder.

Petry bekräftigt Machtanspruch der AfD

Die Vorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, hat auf dem Bundesparteitag in Stuttgart den Machtanspruch ihrer Partei bekräftigt. „Wir wollen perspektivisch nicht diejenigen sein, die als Juniorpartner in den Parlamenten sitzen,“ sagte sie heute in ihrer Rede vor mehr als 2.000 Parteimitgliedern. „Wir wollen Mehrheiten erringen, damit wir unsere Programmatik als Gegenentwurf zum politischen Establishment durchsetzen können“, so Petry weiter.

Petry beschwört Einigkeit

Die AfD trage „als am schnellsten wachsende Partei in Deutschland eine Riesenverantwortung“, sagte Petry. Drei Jahre nach ihrer Gründung sei die Partei auch in Europa ein gefragter Partner. Voraussetzung für den weiteren Erfolg der AfD sei „innere Einigkeit“ anstelle von Personaldebatten, mahnte Petry zugleich. „Ich brauche Sie, wie Sie mich als maßgebliche Repräsentantin in der Öffentlichkeit brauchen“, sagte sie an die Adresse der Mitglieder gerichtet.

Mit Blick auf das erste Kapitel des Grundsatzprogramms, das in Stuttgart verabschiedet werden soll, sagte Petry, die direkte Demokratie sei „ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal“ ihrer Partei. Die AfD sei „das Fieberthermometer einer Gesellschaft, die die demokratische Kontroverse wieder mühsam erlernen muss“.

Scharfe Kritik an Medien

Ausführlich widmete sich Petry in ihrer Rede dem Umgang der Medien mit ihrer Partei, die sie als „vierte Gewalt im Staat“ kritisierte. Für den „gebetsmühlenartigen Vorwurf des Rechtsrucks“ gebe es keine Belege, sagte sie. Trotz einer „massiven Diffamierung“ und „Dämonisierung“ wachse der Zuspruch zur AfD.

Die AfD ist nach ihren Erfolgen in den Ländern, wo sie inzwischen in acht Parlamenten vertreten ist, auch auf Bundesebene im Aufwind. Anderthalb Jahre vor der Bundestagswahl liegt sie in Umfragen zwischen zwölf und 14 Prozent.

400 Demonstranten festgenommen

Vor Beginn des AfD-Parteitags war es in der Früh zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und linken Demonstranten gekommen. Die Einsatzkräfte nahmen vorübergehend rund 400 Menschen fest. Einige Demonstranten steckten Autoreifen in Brand und zündeten Feuerwerkskörper.

Die Demonstranten riefen lautstark: „Flüchtlinge bleiben, Nazis vertreiben“ und „wir kriegen euch alle“. Ein massives Polizeiaufgebot mit rund 1.000 Einsatzkräften sicherte den Parteitag der AfD.

Wieder Zusammenstöße vor Trump-Auftritt

Hunderte Demonstranten haben gestern (Ortszeit) in Kalifornien versucht, den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump an einem Wahlkampfauftritt zu hindern.

Dabei lieferte sich die aufgebrachte Menge nahe dem Flughafen von San Francisco Auseinandersetzungen mit der Polizei. Eier wurden geworfen, nach Raufereien mit Beamten gab es einige Leichtverletzte und mehrere Festnahmen. Schon am Vortag waren die Proteste gegen Trump eskaliert.

Mehr dazu in Milliardär musste Hintereingang nehmen

Visafreiheit für Türken: Entscheidung offenbar am Mittwoch

Die EU-Kommission will einem Bericht zufolge am Mittwoch den Weg für eine Visafreiheit für Türken frei machen. Voraussetzung sei, dass das Land bis dahin noch möglichst viele der dafür nötigen insgesamt 72 Bedingungen erfülle, berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Onlineausgabe). Darauf hätten sich die EU-Kommissare bei ihrer Sitzung am Mittwoch verständigt. Derzeit habe die Türkei etwa 50 Punkte erfüllt.

„Gezählt wird am Mittwoch“

Die EU-Kommission will nach Informationen des „Spiegels“ einem Wegfall der Visumspflicht zustimmen, wenn die Zahl der offenen Punkte im einstelligen Bereich liegt. „Gezählt wird am Mittwoch“, zitierte das Magazin. Um den Fortschritt der Türkei bis zu einer möglichen Entscheidung am Mittwoch besser beurteilen zu können, gebe es seit einigen Tagen zwischen der EU-Kommission und türkischen Regierungsvertretern täglich Kommunikation per Videoschaltung.

„Eine hundertprozentige Erfüllung der Kriterien durch die Türkei ist nicht möglich, das wissen wir“, zitierte der „Spiegel“ einen mit den Verhandlungen betrauten deutschen Beamten. Der Wegfall der Visapflicht ab spätestens Ende Juni ist eines der größten Zugeständnisse der EU an die Türkei im Gegenzug für die Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise.

Unis zunehmend unter politischem Druck

Die Lage der Menschenrechte und der politischen Freiheit ist seit dem EU-Türkei-Flüchtlingsdeal noch stärker im Fokus der Aufmerksamkeit als zuvor. Ein aktueller Fall zeigt, dass auch an den Universitäten der Freiheit zunehmend enge Grenzen gesetzt sind.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kenia verbrennt 105 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein

In einer Aufsehen erregenden Aktion hat die kenianische Regierung heute mit der Verbrennung von 105 Tonnen beschlagnahmten Elfenbeins begonnen. Präsident Uhuru Kenyatta steckte den ersten von insgesamt zwölf Scheiterhaufen an.

Mit der Verbrennung will Kenia ein weithin sichtbares Zeichen gegen den Elfenbeinschmuggel setzen, der die Elefanten in Afrika auszurotten droht. Das Elfenbein soll bis zu 48 Stunden lang brennen.

Elfenbein wird in Kenia verbrannt

APA/AFP/Fredrik Lerneryd

Heute leben schätzungsweise noch bis zu 500.000 Elefanten in Afrika. Jährlich werden mehr als 30.000 getötet, um die Nachfrage in Asien zu befriedigen. Das Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites) hatte 1989 den Handel mit Elfenbein verboten. China als größter Abnehmer des „weißen Goldes“ erlaubt jedoch den Weiterverkauf von Elfenbein, das vor dem Verbot gekauft worden war.

Inland

Konrad fordert Lehrplätze für junge Asylwerber

Christian Konrad, Flüchtlingsbeauftragter der Bundesregierung, drängt darauf, jungen Asylwerbern eine Lehre zu ermöglichen. Unbegleitete Minderjährige, die weder Schule noch Berufsausbildung besuchen, seien ein wachsendes Problem, sagte er heute im ORF-Radio. Sie hätten „viel zu viel Freizeit“, weil sie schlicht nicht arbeiten dürften.

Zumindest junge Menschen, die realistische Aussichten auf Asyl haben, sollten schon vor ihrer Anerkennung als Flüchtlinge eine Lehre beginnen können, so Konrad. Es sei „unmöglich, wenn die jungen Leute ein Jahr warten müssen“, es brauche rasche Gesetzesänderungen.

Konrad verweist auf Deutschland

Der Arbeitsmarkt für Flüchtlinge war vergangene Woche Thema eines „Gipfels“ von Regierung und Sozialpartnern. Um die dort deponierten Vorschläge zu bewerten, will sich die Regierung sechs Wochen Zeit lassen - zu lange nach Ansicht Konrads. Er verwies überdies auf Deutschland, wo mit Hilfe großer Konzerne eine regelrechte Lehrstellenoffensive gelungen sei.

Wien fordert Verlängerung der Grenzkontrollen

In der Flüchtlingskrise dringen laut einem Bericht mehrere EU-Staaten - darunter auch Österreich - darauf, ab Mitte Mai für mindestens sechs weitere Monate Grenzkontrollen im Schengen-Raum durchführen zu können.

„Wir sind im Gespräch mit der EU-Kommission und unseren europäischen Partnern bezüglich der Verlängerung“, sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck heute.

Krisenmechanismus aktivieren

Neben Österreich fordern auch Deutschland, Belgien, Frankreich, Dänemark und Schweden, ab Mitte Mai einen dafür notwendigen Krisenmechanismus gemäß des Schengener Grenzkodex zu aktivieren, wie die deutsche Tageszeitung „Die Welt“ berichtete.

In einem Schreiben an den stellvertretenden EU-Kommissionspräsident Frans Timmermans und EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos heißt es demnach wörtlich: „Wir fordern Sie auf, dem Rat einen Vorschlag zu machen, der es den Mitgliedstaaten, die es für notwendig halten, erlaubt, vorübergehende Grenzkontrollen an den internen Schengen-Grenzen ab dem 13. Mai in Übereinstimmung mit Artikel 29 aufrechtzuerhalten oder einzuführen.“ Der Stichtag für Österreich ist der 15. Mai, acht Monate nach der Einführung vergangenen September.

„Versäumnisse an einigen Orten“

Die sechs EU-Staaten begründen ihren Vorstoß für verlängerte Kontrollen damit, dass die Lage an den EU-Außengrenzen zwar weniger dramatisch sei als in der Vergangenheit, dass aber „an einigen Orten noch andauernde Versäumnisse existieren“.

Ähnlich äußerten sich „Der Welt“ zufolge hohe EU-Diplomaten, die wegen der weiterhin zu erwartenden Flüchtlingsbewegung grünes Licht für eine Verlängerung erwarten. Die Kommission wolle am Mittwoch - wie bereits im März angekündigt - ihre Entscheidung bekanntgeben, hieß es heute in Brüssel.

Integrationsministerium stockt Deutschkurse auf

Das Integrationsministerium schafft mehr Deutschkursplätze. Ab 1. Mai soll es zusätzliche 12.000 geben, was zwölf Millionen Euro koste, hieß es aus dem Büro von Minister Sebastian Kurz (ÖVP). Da man davon ausgeht, dass diese Plätze spätestens im Sommer voll sind, soll danach um weitere 12.000 aufgestockt werden. Und selbst dann gäbe es heuer noch „Reserven für weitere 15.000 Plätze“.

Die Projektausschreibung für Sprachinstitute sowie Organisationen veröffentlichte das Ministerium bereits. Es will derzeit auch nichts von einer angeblichen Deutschkurs-Knappheit wissen. Denn 2015 habe man durch den Integrationsfonds von 30.000 auf insgesamt 50.000 Plätze ausgeweitet - davon gebe es auch nach wie vor Plätze, die „noch immer nicht aufgebraucht sind“.

Die Wartezeiten betragen laut Ministerium derzeit im Schnitt zwei bis vier Wochen. Niemand müsse lange warten, wird daher betont. Zugleich sieht man auch eine Bringschuld: „Man muss sich aber auch informieren.“ Die Kurse können von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten besucht werden.

Ein Großteil der zusätzlichen Mittel, die das Integrationsressort erhält, würden für Deutsch- und Wertekurse verwendet, betont das Ministerium zudem. Es verweist auf die Budgetzahlen im soeben fixierten Finanzrahmen. 2015 betrug das Integrationsbudget 37 Millionen Euro. Heuer gibt es zusätzliche 40 Millionen, 2017 werde man 93 Millionen zur Verfügung haben.

Wirtschaft

Roaming billiger: Neue EU-Vorschrift in Kraft

Eine Reise ins Ausland ist stets mit der Angst vor einer hohen Handyrechnung als nachgereichtes Mitbringsel verbunden. Selbst innerhalb der EU galten die hohen Tarife stets als Abschreckung vor ausschweifenden Gesprächen - und das trotz bereits erfolgter Senkungen.

Wegen neuer EU-Vorschriften sinken die Gebühren heute erneut. Diesmal merklich: Wer im EU-Ausland mit seinem Handy telefoniert, zahlt in den meisten Fällen deutlich weniger als bisher. Auch die Preise fürs Surfen im Internet fallen auf ein zumindest einigermaßen verkraftbares Niveau.

Mehr dazu in Letzter Schritt vor komplettem Wegfall

Sport

Fußball: Gladbach verdirbt Bayern Meisterfeier

Bayern München muss noch auf den vierten Meistertitel in Serie und den 26. der Clubgeschichte warten. Der Tabellenführer kam heute in der 32. Runde der deutschen Bundesliga daheim nicht über ein 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach hinaus und führt vor den letzten zwei Spieltagen nur mehr fünf Punkte vor Verfolger Borussia Dortmund, der einen Kantersieg gegen Wolfsburg feierte.

Allerdings waren die Bayern drei Tage vor dem Halbfinal-Showdown in der Champions League gegen Atletico Madrid mit einer B-Auswahl angetreten.

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Tennis: Thiem greift nach sechstem ATP-Titel

Dominic Thiem hat zum dritten Mal in dieser Saison den Einzug in ein ATP-Finale geschafft. Österreichs Nummer eins setzte sich am Samstag im Halbfinale in München gegen Alexander Zverev in drei Sätzen durch. „Ich habe eine extrem schwere Partie erwartet und schon mit drei Sätzen gerechnet“, war Thiem nach dem Duell gegen den 19-jährigen deutschen Jungstar erleichtert.

Im Endspiel morgen (13.30 Uhr, live in ORF Sport +) kämpft Thiem gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber um seinen insgesamt sechsten Titel auf der ATP-Tour.

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Eishockey: WM-Bilanz durch die Expertenbrille

Österreichs Nationalmannschaft darf sich im nächsten Jahr nicht mit den Besten der Welt messen. Nach dem verpassten Aufstieg in Katowice heißt die Realität auch im kommenden Jahr WM der Division IA.

Die Gründe für das Nichterreichen des Ziels sind schnell gefunden: zu wenige Tore geschossen, zu viele Geschenke verteilt. „Wir sind momentan dort, wo wir hingehören“, so die Bilanz von ORF-Experte Peter Znenahlik. Schuld an der Misere ist für den ehemaligen Teamspieler die Situation in der heimischen Liga.

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Chronik

Dachausbau als Alptraum für Mieter

In Wien werden derzeit zahlreiche Dachböden in Altbauten ausgebaut - was das für die Mieter darunter bedeuten kann, zeigt der Fall einer Familie im 9. Wiener Bezirk. Nachdem das Dach abgetragen wurde, zählten die Bewohner in zwei Monaten zwölf Wassereintritte.

Als die Belastung zu groß wurde, suchte sich die Familie ein Ersatzquartier und klagte auf Kostenersatz. Nun wurde der Mietvertrag gekündigt - wegen Nichtbenutzung der Wohnung.

Mehr dazu in help.ORF.at

Vergewaltigungsversuch an Haltestelle in Linz

Ein 35-jähriger Algerier soll gestern Früh in Linz versucht haben, an einer Bushaltestelle eine Frau zu vergewaltigen. Als sie sich heftig gewehrt und ihm dabei die Nase gebrochen habe, habe der Mann sein Opfer im Gesicht verletzt und es bewusstlos geschlagen. Dann sei er ins Spital gefahren, um seine Verletzungen behandeln zu lassen. Dort wurde er festgenommen, wie die Polizei heute mitteilte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Freizeitspaß Drohnen: Regeln für Hobbypiloten

Moderne Drohnen sind kinderleicht zu fliegen, entsprechend beliebt sind sie auch unter Hobbypiloten. Etwa 20.000 Stück sind allein im Vorjahr in Österreich verkauft worden.

Doch nur die wenigsten privaten Drohnenbesitzer wissen, dass es genaue Regeln gibt, wann, wo und wie geflogen werden darf. Help.ORF.at hat beim Flugsportfachverband und der für den Flugverkehr zuständigen Austro Control nachgefragt.

Mehr dazu in help.ORFat

Zwei Vermisste nach Helikoptercrash in Norwegen

Nach einem Hubschrauberabsturz in Südnorwegen mit wohl 13 Toten haben Rettungskräfte heute weiter nach zwei der Insassen gesucht. Die Suche gehe auch am Abend an Land und im Wasser weiter, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Elf Leichen waren nach dem Unglück gestern geborgen worden. Auch bei den beiden noch Vermissten geht die Polizei davon aus, dass sie bei dem Absturz ums Leben kamen.

Mitarbeiter von Ölplattform

Nach Angaben des norwegischen Fernsehens handelt es sich bei den Toten um zwölf Männer und eine Frau. Neben elf Mitarbeitern einer Ölplattform des Konzerns Statoil zwischen 32 und 60 Jahren waren demnach zwei Piloten an Bord der Maschine, die vor der Insel Turoy westlich von Bergen aus bisher ungeklärter Ursache verunglückt war.

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg und das Kronprinzenpaar Haakon und Mette-Marit kamen nach Bergen, um sich mit Angehörigen der Opfer zu treffen.

Frau ließ Kinder nachts gefesselt in US-Hinterhof allein

Eine Frau im US-Staat Texas hat zwei Kinder im Alter von zwei und drei Jahren über Nacht gefesselt im Hinterhof gelassen. Das eine, ein Bub, sei am Boden angekettet gewesen „wie ein Hund“, zitierten US-Medien heute die Behörden in San Antonio.

Nachbar hörte Kinder weinen

Das zweite Kind, ein Mädchen, war demnach mit einer Hundeleine an einer Gartentür festgebunden. Es hatte einen gebrochenen Arm und wurde dem Sender CNN zufolge auf die Intensivstation eines örtlichen Krankenhauses gebracht. Ein Nachbar hatte die verletzten Kleinen in der Nacht weinen gehört und die Polizei alarmiert.

Den Berichten zufolge fanden die Beamten neben den gefesselten Kleinen im Haus sechs weitere Kinder im Alter von zehn Monaten bis 13 Jahren - ohne einen Erwachsenen daheim.

Wie es hieß, hatte der Vater der sechs Kinder im Haus über Nacht gearbeitet, die Mutter ihre Sprösslinge allein gelassen. Die zwei gefesselten Kinder sollen ihr zur Betreuung anvertraut gewesen sein. Die 34-Jährige wurde nach ihrer Heimkehr in der Früh festgenommen.

Science

Marder legt weltgrößten Teilchenbeschleuniger lahm

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt ist von einem kleinen Raubtier lahmgelegt worden. Ein Steinmarder sei in die unterirdische Riesenmaschine eingedrungen und habe einen Kurzschluss ausgelöst, verzeichnete das Arbeitsprotokoll des Europäischen Kernforschungszentrums (CERN). Die Anlage musste daraufhin den Betrieb einstellen, wie CERN-Sprecher Arnaud Marsollier dem britischen Sender BBC sagte.

Marder überlebt nicht

Der Eindringling überlebte seinen Ausflug in eine 66-Kilovolt-Transformatoranlage des Beschleunigers nicht. Er wurde von einem Stromschlag getötet. Steinmarder sind dafür berüchtigt, dass sie Autos lahmlegen, indem sie Kabel durchbeißen. Wie das Tier in die streng bewachte CERN-Beschleunigeranlage nördlich von Genf gelangen konnte, war auch heute noch unklar.

Der Beschleuniger Large Hadron Collider (LHC) war im Juni 2015 nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten wieder in Betrieb genommen worden. Zuvor hatten die CERN-Wissenschaftler mit Hilfe des 27 Kilometer langen LHC-Ringtunnels die Existenz des Higgs-Boson nachgewiesen, des wichtigsten Elementarteilchens im Standardmodell der Materie. Mit dem runderneuerten LHC suchen sie nach Hinweisen für die Existenz von Dunkler Materie.

Religion

Kultur

Renoviertes Museum der „Bronzen von Riace“ eingeweiht

Der italienische Premier Matteo Renzi und der Kulturminister Dario Franceschini haben heute im süditalienischen Reggio Calabria das renovierte Archäologische Nationalmuseum eingeweiht. Das Haus ist einer zehnjährigen Restaurierung unterzogen worden.

Hauptattraktion des Museums, das 1932 von dem bekannten Architekten Marcello Piacentini entworfen wurde, sind die „Bronzen von Riace“ - zwei überlebensgroße Kriegerstatuen, die 1972 aus dem Meer vor dem süditalienischen Riace geborgen wurden und seither als „Bronze-Heroen“ Berühmtheit haben. Im neu restaurierten Museum kommen sie besonders zur Geltung.

Perfekte Harmonie

Bei den „Bronzenstatuen von Riace“ handelt es sich um Gestalten zwischen Mensch und Gott. Sie verkörpern den heroischen Geist und den Schönheitsbegriff der Griechen, klassische Gemessenheit und dynamische Vitalität. Die Bewegungen der Glieder, des Rumpfes und des Kopfes stehen in perfektem Einklang.

Im Untergeschoß des Museums befindet sich die permanente Ausstellung „Archäologie unter Wasser“. Zu sehen sind Fundstücke aus den Meeren um Kalabrien, unter anderem Anker und Amphoren aus griechischer und römischer Zeit.

Lifestyle

Leute

Jüngste Royals stahlen Schwedens König die Show

Mit blau-gelben Fähnchen und lauten „Hurra“-Rufen haben Tausende Schweden König Carl XVI. Gustaf heute zum 70. Geburtstag bejubelt. Im Innenhof des Stockholmer Schlosses nahm der König Glückwünsche und Blumen von mehr als einem Dutzend Kindern entgegen.

Dann zeigte er sich mit seiner Familie auf einer Terrasse des Palasts, bevor eine Pferdekutsche Carl Gustaf und seine Frau Silvia zum Mittagessen ins Rathaus brachte. „Danke, dass ihr alle hierhergekommen seid, um diesen Tag zu verschönern“, sagte er zuvor noch zu den vielen Zaungästen.

Königsfamilie in Schweden

AP/Maja Suslin

Erster öffentlicher Auftritt von Prinz Oscar

Aufmerksamkeit stahlen dem König an seinem Ehrentag seine Enkel. Nicht nur Estelle, die vierjährige Tochter von Kronprinzessin Victoria, begeisterte die Menge, als sie beim Geburtstagsständchen für ihren Großvater tanzte und ausgelassen in die Hände klatschte.

Zum allerersten Mal brachte die 38-jährige Victoria auch ihren knapp zwei Monate alten Sohn, Prinz Oscar, mit. Als sie ihn kurz in die Kameras hielt, schien der Bub das allerdings nicht richtig zu genießen: Müde und zerknirscht blickte er bei seinem ersten öffentlichen Auftritt drein.

William Ferrell wird doch nicht Ronald Reagan spielen

Nach Kritik der Reagan-Familie will der 48-jährige William Ferrell vom geplanten Filmprojekt über den früheren US-Präsidenten Ronald Reagan Abstand nehmen. Drehbuchautor Mike Rosolio hätte den Film zu Beginn von Reagans zweiter Amtszeit 1985 angesetzt, als der damals 74-Jährige erste Anzeichen von Demenz zeigte. Alzheimer und Demenz seien keine passenden Themen für eine Komödie, hatte es daraufhin geheißen.

Das Drehbuch von „Reagan“ sei nur eines von mehreren Projekten gewesen, die Ferrell geprüft habe, hieß es seitens seiner Agentur. Obwohl es keineswegs eine „Alzheimer-Komödie“ gewesen wäre, wie suggeriert wurde, werde das Projekt nicht mehr verfolgt.