Ausland

Gemeinsames Verdun-Gedenken mit Merkel und Hollande

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande haben heute mit einem Besuch auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Consenvoye einen Tag des gemeinsamen Gedenkens an die Schlacht um Verdun begonnen.

Der französische Staatspräsident Francois Mitterand und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auf einem deutschen Soldatenfriedhof nahe Verdun

Reuters/Jean-Christophe Verhaegen

Während der Schlacht wurden 1916 im Ersten Weltkrieg mehr als 300.000 Soldaten aus beiden Ländern getötet. Im Nordosten Frankreichs lieferten sich deutsche und französische Truppen zehn Monate lang eine mörderische Auseinandersetzung, ohne dabei strategische Vorteile erringen zu können.

Memorial neu gestaltet

In Verdun erinnerten Hollande und Merkel mittags an die während des Krieges getöteten Kinder der Stadt. Mit der Einweihung des für 12,5 Millionen Euro komplett neu gestalteten Memorials und einer Würdigung im Beinhaus von Douaumont rücken nun auch deutsche Soldaten ins Zentrum des Gedenkens an diesen Stätten.

Merkel und Hollande erinnern mit einem gemeinsamen Auftritt in Douaumont auch an den inzwischen als historisch geltenden Handschlag ihrer Vorgänger Helmut Kohl und Francois Mitterrand. Über den Gräbern von Verdun hatten sie damit 1984 ein Zeichen deutsch-französischer Aussöhnung gesetzt.

19 Flüchtlinge im Ärmelkanal aus Seenot gerettet

Eine Gruppe von 19 Flüchtlingen ist in der Nacht auf gestern aus dem Ärmelkanal gerettet worden. Die Migranten wollten mit einem Schlauchboot von Frankreich nach Großbritannien übersetzen, gerieten dabei aber in Seenot, wie die britische Küstenwache mitteilte. Sie erhielt demnach um kurz vor Mitternacht einen Notruf.

Gut zwei Stunden später gelang es der Küstenwache, das Schlauchboot zu finden und die Flüchtlinge zu retten. Der Präsident der französischen Seenotrettung SNSM, Bernard Barron, sagte, die Menschen hätten per Telefon ihre Familien alarmiert, die ihrerseits bei den Behörden beiderseits des Ärmelkanals Alarm gegeben hätten.

Tausende Flüchtlinge campieren in Calais

Das Meer sei sehr bewegt gewesen, und die Überfahrt über die Meerenge sei in jedem Fall wegen des starken Verkehrs äußerst gefährlich. Barron sagte, der Fall bestätige ihre Sorge, dass die Schlepper vor nichts zurückschreckten.

Tausende Flüchtlinge campieren seit Jahren in einem Lager bei Calais an der Küste des Ärmelkanals, um zu versuchen, auf Lastwagen oder Fähren nach England zu kommen. Es ist aber ungewöhnlich, dass Flüchtlinge per Boot versuchen, über den Ärmelkanal zu gelangen. Die Seestraße zwischen Atlantischem Ozean und Nordsee ist für ihre starken Strömungen bekannt und eine der am stärksten befahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt.

Schulz will nicht SPD-Kanzlerkandidat werden

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat nach eigenen Angaben keine Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur der deutschen Sozialdemokraten (SPD) bei der Bundestagswahl 2017. Europa sei momentan „nicht im besten Zustand. Ich versuche, hier meinen Beitrag zu leisten. Mein Platz ist in Brüssel“, sagte Schulz der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Er unterstütze SPD-Chef Sigmar Gabriel „mit Haut und Haaren“, Gabriel sei „ein sehr, sehr starker Parteivorsitzender“, sagte Schulz in dem Interview.

Angesichts der schlechten Umfragewerte wird bei den mitregierenden Sozialdemokraten schon länger über die Frage der Kanzlerkandidatur diskutiert. Gabriel selbst schlug unlängst einen Mitgliederentscheid vor und sagte, er fände es „hervorragend“, wenn es vor der Wahl im Herbst nächsten Jahres „zwei oder drei Bewerber“ gebe. Bisher hat sich indes noch niemand mit eigenen Ambitionen zu erkennen gegeben.

Fünf Soldaten bei Kämpfen in der Ostukraine getötet

Bei erneuten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Aufständischen sind im Osten der Ukraine fünf ukrainische Soldaten getötet worden. Vier weitere Soldaten seien in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden, sagte ein Sprecher der ukrainischen Armee heute vor Journalisten.

Es seien die zweitgrößten Verluste für die ukrainische Armee an einem einzelnen Tag seit Jahresbeginn gewesen. Vergangenen Montag hatten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine zu einer raschen Umsetzung des Minsker Friedensabkommens vom Februar 2015 aufgerufen. Wichtig seien die Einstellung aller Kämpfe sowie der sofortige Rückzug schwerer Waffen aus dem Konfliktgebiet.

Im Konflikt zwischen dem ukrainischen Militär und den Rebellen wurden nach UNO-Angaben seit April 2014 mehr als 9.300 Menschen getötet, die meisten von ihnen waren Zivilisten. Die Führung in Kiew und der Westen beschuldigen Moskau, die gegen die ukrainische Regierung kämpfenden Rebellen direkt militärisch zu unterstützen. Der Kreml weist das zurück.

Erdogan verurteilt US-Militärhilfe für Kurden in Syrien

Mit scharfer Kritik hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf die offene Unterstützung der US-Armee für kurdische Milizen in Syrien reagiert. NATO-Verbündete dürften nicht ihre Soldaten nach Syrien mit den Abzeichen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) schicken. Das sagte Erdogan gestern in Diyarbakir und warf den USA fehlende Aufrichtigkeit vor. Die YPG seien genauso „Terroristen“ wie ihre Gegner von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Der AFP-Fotograf Delil Souleiman hatte vor wenigen Tagen dokumentiert, wie US-Soldaten die Bodenoffensive der syrisch-kurdischen Allianz Syrische Demokratische Kräfte (SDF) gegen die IS-Dschihadisten unterstützen. Dabei fotografierte er auch US-Spezialkräfte, die Abzeichen der Kurdenmiliz YPG trugen. Die türkische Regierung hatte bereits am Freitag erzürnt auf die Fotos reagiert.

Erdogan: „Es sind alles Terroristen“

Erdogan warf den USA gestern wegen ihrer Unterstützung der Miliz Unehrlichkeit vor: „Ich bin der Überzeugung, dass Politik mit Aufrichtigkeit betrieben werden sollte“, sagte der Präsident. Er verurteile die Unterstützung, welche die USA für die YPG leisteten. „Diejenigen, die unsere Freunde und mit uns in der NATO sind, können und dürfen nicht ihre Soldaten mit den Abzeichen der YPG nach Syrien schicken.“

„Die PKK, die PYD, die YPG und IS, da gibt es keinen Unterschied. Es sind alles Terroristen“, sagte Erdogan. Seine Regierung betrachtet die syrisch-kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihren bewaffneten Arm YPG als Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), mit der sich die türkischen Sicherheitskräfte seit dem Zusammenbruch einer Waffenruhe im Sommer vergangenen Jahres fortgesetzt Gefechte liefern.

Für Washington ist die YPG-Miliz dagegen einer der schlagkräftigsten Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadisten. Die USA haben nach eigenen Angaben mehr als 200 Soldaten als Ausbilder und Berater in Nordsyrien im Einsatz, um die Kurden im Kampf gegen die Dschihadisten zu unterstützen. Nach offiziellen Angaben übernehmen sie lediglich eine beratende Funktion hinter der Front.

Die Beobachtungen und Fotos des AFP-Fotografen sowie die Aussagen von SDF-Kommandanten an Ort und Stelle sprechen jedoch dafür, dass sie in der derzeitigen Offensive im Norden der Provinz Rakka eine deutlich aktivere Rolle spielen. Um die Wogen zu glätten, wies die US-Armee am Freitag die Spezialkräfte an, nicht länger die Abzeichen der YPG zu tragen. Zugleich bekräftigte sie aber ihre Unterstützung für die Miliz.

Türkischer Ministerpräsident Yildirim im Amt bestätigt

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim ist vom Parlament in der Hauptstadt Ankara im Amt bestätigt worden. Die Abgeordneten sprachen heute auch dem neuen Kabinett der islamisch-konservativen AKP-Regierung ihr Vertrauen aus, wie der Sender CNN Türk berichtete.

Yildirim - ein loyaler Gefolgsmann von Präsident Recep Tayyip Erdogan - war vergangenen Sonntag zum neuen AKP-Chef gewählt worden und anschließend von Erdogan mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Die AKP hält mit 317 von 550 Sitzen eine komfortable Mehrheit im Parlament. Yildirim erhielt nach Angaben von CNN Türk das Vertrauen von 315 Abgeordneten.

Nachfolger von Davutoglu

Yildirim folgt Ahmet Davutoglu nach. Dem bisherigen AKP- und Regierungschef wurde vorgeworfen, die Einführung eines Präsidialsystems unter Erdogan nicht engagiert genug vorangetrieben zu haben. Yildirim dagegen machte mehrmals deutlich, dass die Einführung eines Präsidialsystems oberste Priorität der neuen Regierung sei. Er steht dem Kabinett formell vor, tatsächlich lenkt aber Erdogan die Regierung und die Partei.

König Jordaniens löst Parlament auf und ernennt neuen Premier

Jordaniens König Abdullah II. hat das Parlament des Landes aufgelöst und einen neuen Regierungschef ernannt. Das Staatsoberhaupt habe ein entsprechendes Dekret erlassen, wie das staatliche Fernsehen heute berichtete. Wahlen zu einem neuen Abgeordnetenhaus werden in den kommenden Monaten erwartet.

Zuletzt hatte das Parlament Verfassungsänderungen zugestimmt, die dem König mehr Machtbefugnisse einräumten. Als neuer Ministerpräsident sei der ehemalige Außenminister Hani al-Mulki mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt worden. Der 65-Jährige war zuvor auch Botschafter Jordaniens in Ägypten.

Inland

Schultes appelliert an Bauern, weniger Milch zu produzieren

Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes appelliert an die Milchbauern, angesichts des dramatischen Preisverfalls weniger zu produzieren. „Es wird nur funktionieren, wenn wir weniger anbieten“, sagte Schultes heute in der ORF-„Pressestunde“. Vor allem produktionsstarke Länder wie Dänemark, Niederlande und Irland in Europa müssten deutlich weniger Milch produzieren.

Bauern, die nicht Bio- oder Heumilch produzieren, hätten in Österreich aktuell „sehr schlechte Preise“, so Schultes. Wenn der Milchpreis für die Bauern um einen Cent sinke, dann würden in der heimischen Landwirtschaft rund 30 Mio. Euro fehlen. Der Preis für konventionelle Milch stürzte in den vergangenen eineinhalb Jahren um 15 Cent ab.

Liberalisierung, Russland-Embargo und China

Die Milchpreise haben in den vergangenen Jahren eine Berg- und Talfahrt erlebt. Das aktuelle Tief rührt einerseits vom Überangebot an Milch im Gefolge der Liberalisierung des EU-Milchmarkts - im März 2015 wurden die Milchproduktionsquoten abgeschafft. Andererseits machen den heimischen Molkereien das Russland-Embargo und der schwächelnde Absatz in China zu schaffen.

Seit März bekommen die heimischen Milchbauern von den großen Molkereien nur mehr 27 bis 29 Cent für ein Kilo konventionelle Milch, für Biomilch rund 48 Cent. In einigen Ländern, etwa Deutschland und Spanien, liegt der Bauern-Milchpreis bereits teilweise unter 20 Cent.

Schultes nahm die österreichischen Milchbauern in Schutz, dass sie viel zu viel Milch produzieren würden. „Österreich hat bei der Menge nicht gesündigt“, betonte der Landwirtschaftskammer-Präsident. Die Bauern würden die Aufrufe der Molkereigenossenschaften verstehen, kein Kraftfutter zu verwenden und weniger Milch zu produzieren.

Die EU-Kommission erlaubte angesichts der Milchkrise, dass Molkereien die Mengenproduktion miteinander koordinieren und senken. An den Lebensmitteleinzelhandel appellierte Schultes, mit der „Aktionitis“ und der „Verramschung“ bei Milchprodukten aufzuhören. Molkereien und Händler müssten „miteinander vernünftig“ reden. Im Hinblick auf die Russland-Sanktionen meinte Schultes, dass „irgendwann eine Phase der Beruhigung“ kommen müsse und beide Seiten wieder aufeinander zugehen müssten.

TTIP: Nicht hohe Standards lockern

Zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und USA wiederholte der Landwirtschaftskammer-Präsident die bekannten Standpunkte der Bauernvertreter. Es dürfe durch das Abkommen nicht zu einer Lockerung der „hohen Standards“ in Europa kommen. Sollte das TTIP-Abkommen nicht im Interesse der österreichischen Landwirte sein, dann würden die bäuerlichen Abgeordneten im Parlament „sicher nicht zustimmen“. Als positiv bewertete Schultes die Agrarsonderregelungen im EU-Kanada-Freihandelsabkommen CETA. „Bei CETA hat man verstanden, worauf es ankommt.“

„Die Zeiten sind wirklich schwer“

Bei der Diskussion über das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat plädierte Schultes für eine Versachlichung. Es sei „unwahrscheinlich“, dass Glyphosat bei der Nahrungsaufnahme für Menschen ein Krebsrisiko darstelle oder Erbgutveränderungen auslöse, stellten Experten der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kürzlich fest. Glyphosat habe für Bauern „viele Vorteile“, betonte Schultes.

Von der Politik erhofft sich der Bauernvertreter, „öfters ein Wort der Anerkennung“ über die Arbeit der heimischen Landwirte zu sprechen. „Die Zeiten sind wirklich schwer.“ Zum Beispiel würde durch den Kälteeinbruch Ende April heuer die halbe Apfelernte fehlen und es deutliche Einbußen bei Wein geben. Den Bauern sei dadurch ein Schaden von rund 200 bis 300 Mio. Euro entstanden.

AK-Chef Kaske weist Mitterlehner-Kritik scharf zurück

Rudolf Kaske, Präsident der Arbeiterkammer (AK), hat die Kritik von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) an den Sozialpartnern „entschieden“ zurückgewiesen: „Ich kann nur für die ArbeitnehmerInnenvertretungen sprechen, aber ich weiß, wir sind Teil der Lösung und nicht Teil des Problems“, so Kaske in einer Aussendung. Begrüßt wurden die Worte Mitterlehners von ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald.

Dass Mitterlehner von den Sozialpartnern eine „Umorientierung“ verlangte - nämlich „auf das, was Österreich braucht, und nicht, was die jeweilige Gruppe gerade braucht“, wie er im „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe) sagte -, bezeichnete Kaske als „untergriffige Argumentation“.

„Statt die Sozialpartnerschaft schlecht zu reden, sollte der Herr Vizekanzler endlich Lösungskompetenz zeigen“, so Kaske weiter. Denn die Sozialpartner hätten „zahlreiche Vorschläge“ gemacht, „aber die Regierung ist stets säumig geblieben“.

Kaske nimmt Regierung in die Pflicht

So erinnerte der AK-Präsident etwa an die Vorschläge für eine Bildungsreform aus dem Jahr 2011: „Die Regierung hat bis heute kaum etwas weitergebracht in der Umsetzung.“ Auch habe die Regierung versprochen, 25.000 bis 30.000 neue Wohnungen zu bauen und damit bis zu 20.000 Arbeitsplätze zu schaffen - „bis heute ist kein einziger Spatenstich erfolgt“. Und die Sozialpartner hätten etwa auch Vorschläge zu Arbeitsmarkt und Asyl gemacht - „bis heute hat die Regierung nicht einmal geantwortet“, kritisierte Kaske.

Auch den Vorwurf, die Sozialpartner würden immer Forderungskataloge an die Regierung erarbeiten, ohne Gegenfinanzierungskonzepte vorzulegen, wies Kaske zurück: „Wann immer AK, Gewerkschaften oder ÖGB Forderungen erheben, sind immer Maßnahmen zur Finanzierung angeführt. Ich darf nur an die Steuerreform erinnern. Da gab es neben der Forderung nach einer Entlastung der ArbeitnehmerInnen auch zahlreiche Vorschläge der Gegenfinanzierung.“

Auch Leitl-Schelte für Mitterlehner

Auch der Präsident der Wirtschaftskammer (WKÖ), Christoph Leitl (ÖVP), kritisierte die Aussagen von Mitterlehner scharf. „Gerade von der Regierungsstelle, die in letzter Zeit nicht durch erregende Performance aufgefallen ist, brauchen wir uns das nicht sagen lassen“, sagte Leitl im ORF-Radio in Richtung seines Parteifreundes.

„Wenn wer eine Umorientierung braucht, dann die Bundesregierung. Der Bundeskanzler (Christian Kern, SPÖ, Anm.) selbst hat ja erklärt, dass der Stillstand völlig unerträglich ist. Und ich gebe ihm da vollkommen recht“, sagte Leitl. Wie auch zuvor Kaske betonte er, die Sozialpartner hätten selbst „in ganz wichtigen Bereichen konkrete Vorschläge gemacht“.

Wien: 350 Asylwerber gemeinnützig im Einsatz

In Wien sind derzeit rund 350 Asylwerber gemeinnützig im Einsatz: Sie helfen etwa beim Unterrichten, reinigen die Donauinsel und betreuen Wildtiere. Der Andrang bei der Vermittlungsstelle des Fonds Soziales Wien sei groß.

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Salzburg dankte Flüchtlingshelfern

Mit einem offiziellen Empfang bedankte sich unterdessen das Land Salzburg bei den Helfern der Flüchtlingskrise. Die freiwilligen Helfer hatten täglich bis zu 1.500 Flüchtlinge versorgt, die über Österreich hauptsächlich Richtung Deutschland gezogen waren.

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Sport

Tennis: Thiem bei French Open noch nicht am Ziel

Dominic Thiem ist nach seinem Drittrundensieg gestern bei den French Open in Paris über den deutschen Jungstar Alexander Zverev „erleichtert“ und „glücklich“ gewesen. Das Duell war über vier Sätze geprägt von hart umkämpften Punkten. Am Ende untermauerte der 22-jährige Niederösterreicher seinen Ruf als neuer „Sandkönig“.

Thiem gewann heuer auf diesem Belag so viel wie kein anderer Spieler auf der ATP-Tour. Dennoch hat der Weltranglisten-15. noch nicht genug, er will noch ein „großes Resultat“ schaffen. Die weitere Auslosung meint es dabei gut mit ihm.

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Fußball: Löw experimentiert in EM-Testspiel

Deutschlands Nationalmannschaft wird heute (17.45 Uhr) in Augsburg im vorletzten Testspiel vor der EM mit vier Debütanten gegen die Slowakei antreten.

„Die Besetzung wird Aufschluss geben. Ich möchte einige Dinge sehen“, sagte Teamchef Joachim Löw, der Goalie Bernd Leno, Julian Brandt, Julian Weigl und Joshua Kimmich die Chance gibt, sich zu beweisen. Die angeschlagenen Spieler würden unterdessen „täglich Fortschritte“ machen, berichtete Löw.

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Wirtschaft

Waschpulverwerbung nach Rassismusvorwurf gestoppt

Ein chinesischer Waschpulverhersteller hat sich für die Aufregung über einen Werbespot entschuldigt, in dem das Produkt einen Schwarzen in einen hellhäutigen Chinesen verwandelt.

„Wegen ihrer weiten Verbreitung und einer Überbewertung der öffentlichen Meinung hat die Werbung Menschen afrikanischen Ursprungs verletzt“, räumte die Firma Shanghai Leishang Cosmetics gestern (Ortszeit) auf ihrer Website ein. „Hiermit bitten wir um Entschuldigung und hoffen, dass Internetnutzer und Medien sie nicht überinterpretieren.“

„Das ist zweifellos Rassendiskriminierung“

Für den Inhalt der Onlinewerbung selbst entschuldigte sich die Firma zwar nicht, nahm den Spot aber aus dem Netz. Chinesische Internetnutzer hatten die Werbung, die einem italienischen Spot für das Waschmittel Coloria ähnelt, als rassistisch kritisiert. „Das ist zweifellos Rassendiskriminierung“, sagte ein Nutzer im streng zensierten chinesischen Internet.

„Wer YouTube bekommen kann, sollte den Spot verurteilen und klarmachen, dass die Produzenten dieses Videos rassistisch sind, aber nicht die Mehrheit der Chinesen.“

Lufthansa setzt Flüge nach Venezuela aus

Die Lufthansa setzt wegen der Krise in Venezuela vorübergehend ihre Flüge in das südamerikanische Land aus. Die deutsche Fluggesellschaft teilte gestern in Caracas mit, die Flüge von Caracas nach Frankfurt würden ab dem 18. Juni suspendiert. Die Nachfrage nach Verbindungen in das südamerikanische Land sei im vergangenen Jahr und im ersten Halbjahr 2016 zurückgegangen, erklärte das Unternehmen weiter.

Internationale Fluggesellschaften haben wegen strikter Devisenkontrollen seit Jahren Probleme, Einnahmen aus dem Land in Dollar einzutauschen.

Venezuela steckt nach dem Preisverfall für Öl in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Bevölkerung leidet unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten sowie unter extremer Inflation. Auch Strom ist knapp.

Japan verschiebt Erhöhung von Mehrwertsteuer

Der japanische Premierminister Shinzo Abe wird nach Angaben aus seiner Regierung die Anhebung der Mehrwertsteuer um zweieinhalb Jahre verschieben. Der eigentlich für April 2017 geplante Schritt werde zum zweiten Mal verschoben und soll nun erst im Oktober 2019 kommen, erfuhr Reuters aus der japanischen Regierung.

Damit solle verhindert werden, dass die zaghafte konjunkturelle Erholung abgewürgt werde, hieß es zur Begründung. Abe habe Finanzminister Taro Aso und führende Mitglieder seiner Liberaldemokratischen Partei gestern über seine Entscheidung unterrichtet, die er am Mittwoch im Parlament verkünden wolle.

Abe hatte die Mehrwertsteuer im April 2014 von fünf auf acht Prozent angehoben. Die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Erde rutschte danach in eine Rezession. Die geplante zweite Erhöhung wurde deshalb um 18 Monate verschoben. Die japanische Wirtschaft entging im ersten Quartal des Jahres nur knapp der Rezession. Viele Analysten erwarten auch im zweiten Quartal kaum Wachstum.

Schock oder Chance? Die „Brexit“-Folgen für die Wirtschaft

Vor dem britischen Referendum zum EU-Austritt wird kaum ein Thema so heftig diskutiert wie die möglichen Auswirkungen eines EU-Austritts auf die Wirtschaft Großbritanniens.

Für die einen ist der „Brexit“ Synonym für Hoffnung und Aufschwung, die anderen sehen in ihm den schlimmsten Katastrophenfall für London und Brüssel. Doch was könnte im Fall des Falles tatsächlich auf die britische Wirtschaft zukommen?

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Chronik

17 Tote bei Brand in ukrainischem Seniorenheim

Bei einem Brand in einem privaten Seniorenheim im Gebiet der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Einsatzkräfte des Zivilschutzes hätten 18 Menschen aus den Flammen gerettet, sagte Behördenchef Nikolai Tschetschotkin Berichten zufolge heute. Zwei Menschen seien schwer verletzt. Insgesamt hätten sich 35 Menschen in dem Gebäude befunden.

Rettungskräfte in ausgebranntem ukrainischen Seniorenheim

Reuters/Gleb Garanich

Das Feuer war in der Nacht ausgebrochen und bis in die Morgenstunden gelöscht worden. Rund 150 Helfer beteiligten sich an den Löscharbeiten. Die Brandursache war zunächst unklar. Möglicherweise gab es ein Problem mit einem elektrischen Gerät.

„Illegale Einrichtung“

Tschetschotkin zufolge wussten die Behörden nicht, dass sich in dem Haus in der Ortschaft Litotschki eine Pflegeeinrichtung befand. Er sprach laut der Agentur ITAR-TASS von einer illegalen Einrichtung. Die Regierung setzte eine Untersuchungskommission ein. Zuletzt waren 2011 bei einem Feuer in einem Seniorenheim im Nordwesten der Ukraine 16 Menschen ums Leben gekommen.

Gorilla verletzt Kind in US-Zoo - erschossen

Dramatische Minuten im Zoo der US-Großstadt Cincinnati: Ein dreijähriger Junge ist gestern ins Gorillagehege gestürzt und von einem ausgewachsenen Silberrücken schwer verletzt worden. Das Kind hatte sich zunächst durch das Schutzgeländer gezwängt, war dann mehrere Meter tief in die Affengrube gestürzt und von dem knapp 200 Kilogramm schweren Tier gepackt worden, wie Zoo-Direktor Thane Maynard mehreren Rundfunksendern sagte.

Rettungskräften zufolge hatte das Gorillamännchen den Burschen „wild hinter sich her gezerrt und durch die Luft geworfen“, bevor ihn das Notfallteam des Zoos schließlich erschossen hat, berichtete unter anderem der Sender WLWT News 5.

„Das ist ein rundum schrecklicher Tag“, sagte Maynard. Die Entscheidung der alarmierten Sicherheitskräfte zum Abschuss des seltenen Tieres sei schwierig, aber richtig gewesen, „weil sie dem Buben damit das Leben gerettet haben - es hätte sehr schlimm ausgehen können“. Eine Betäubung des 17 Jahre alten Gorillas namens Harambe sei nicht infrage gekommen, weil der Effekt zu langsam eingesetzt hätte und die Reaktion des Tieres unkalkulierbar gewesen wäre.

Unwetter: Toter und Verletzte durch Blitzschläge

Mehrere Blitzschläge haben gestern für Dutzende Verletzte und ein Todesopfer gesorgt. In Polen starb ein Wanderer nach einem Blitzschlag, in Deutschland traf ein Blitz ein Fußballspiel zweier Jugendmannschaften buchstäblich aus heiterem Himmel. Ein Mann musste wiederbelebt werden. Insgesamt wurden 33 Menschen, darunter 29 Kinder verletzt. In der französischen Hauptstadt Paris schlug ein Blitz in eine Geburtstagsparty in einem Park ein, sechs Personen erlitten dabei schwere Verletzungen.

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Kultur

Sam Mendes: Nächster 007 wird Überraschung

Sam Mendes (50), Regisseur der erfolgreichen jüngsten „James Bond“-Filme „Spectre“ und „Skyfall“, will zwar keinen weiteren 007-Film drehen, heizt aber Spekulationen über den nächsten Darsteller an. Medienberichten zufolge sagte er gestern bei einem Literaturfestival in Wales: „Ich garantiere Ihnen, egal mit wem Sie gerechnet haben, es wird jemand anderes werden.“

Ungeachtet aller Wünsche der Fans liege die Entscheidung über den nächsten Bond-Darsteller allein bei Produzentin Barbara Broccoli (55). „Das ist keine Demokratie“, sagte der britische Regisseur, es sei keine Castingshow, kein EU-Referendum, keine öffentliche Abstimmung.

Spekulationen über Nachfolge

Seit Monaten rätseln Fans und Medien, wer als Nächstes den Agenten mit der Lizenz zum Töten geben könnte. Daniel Craig (48), so glauben viele, will den Job nicht mehr machen. Berichte, er habe ein Angebot über umgerechnet rund 88 Millionen Euro abgelehnt, wurden aber nicht bestätigt.

„Spectre“ mit Craig in der Hauptrolle spielte laut der Website Box Office Mojo weltweit umgerechnet rund 800 Millionen Euro ein. Diskutiert wird vielfach, ob es nicht Zeit für einen schwarzen, rothaarigen, homosexuellen oder weiblichen Bond wäre. Die britisch-amerikanische Schauspielerin Gillian Anderson (47) warf bereits per Twitter ihren Hut als „Jane Bond“ in den Ring. Auch über die Golden-Globe-Gewinner Idris Elba („Luther“) und Damian Lewis („Homeland“) wurde als Craig-Nachfolger spekuliert.

„Monumenta 2016“: Schlangengrube im Pariser Grand Palais

Alljährlich lädt das französische Kulturministerium einen Künstler ein, im Pariser Grand Palais (sehr) großformatige Arbeiten zu realisieren. „Monumenta“ heißt die Ausstellungsreihe - und der Name ist Programm.

Nach Anselm Kiefer, Anish Kapoor und Daniel Buren wurde heuer der in Frankreich lebende Chinese Huang Yong Ping ausgewählt, um das 13.000 Quadratmeter große Palais zu bespielen. Seine Installation mit dem Titel „Empires“ beeindruckt nun mit einem 250 Meter langen Schlangenskelett, das sich über eine Schiffsladung von Containern windet - und das natürlich nicht ohne Grund.

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Lifestyle

Saison beendet: Nepal feiert Tag des Mount Everest

Nach zwei Katastrophenjahren ist in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu erstmals wieder der Tag des Mount Everest gefeiert worden. Die Feier nach dem erfolgreichen Abschluss der Klettersaison auf dem mit 8.848 Metern höchsten Berg der Welt wurde heute vom Tourismusministerium veranstaltet.

Für den seit 2008 begangenen Tag des Mount Everest wurde der 29. Mai gewählt, weil an diesem im Jahr 1953 der Neuseeländer Edmund Hillary und der Nepalese Tenzing Norgay als erste Menschen den Gipfel des Berges erklommen hatten.

2016 gilt als die erste normale Klettersaison seit drei Jahren, nachdem 2014 und 2015 alle Expeditionen wegen Naturkatastrophen abgesagt worden waren.

Leute

Riesiges David-Bowie-Gemälde in Sarajevo enthüllt

Mit einer riesigen Wandmalerei von David Bowie hat Sarajevo den im Jänner verstorbenen Musiker geehrt. Das Kunstwerk auf der 13 mal zehn Meter großen Mauer wurde gestern Abend im Zentrum der bosnischen Hauptstadt enthüllt. Hundert Menschen hatten sich dazu versammelt. Geschaffen wurde das Bild, das Bowie und mehrere Gesichter von ihm auf einem grauen Untergrund zeigt, gemeinsam von einem Musiker und Fan sowie zwei bosnischen Künstlern.

„Wenn ich seine Musik höre, empfinde ich sie, als wäre sie für mich gemacht worden“, sagte der bosnische Musiker Vedad Trbonja laut AFP. Jedes Album sei eine Überraschung und besser als die Platten zuvor gewesen. Nach dem plötzlichen Tod des glamourösen britischen Musikers im Jänner habe er sogleich das Bedürfnis verspürt, ein Andenken an ihn zu schaffen.

Gemeinsam mit den Künstlern Zoran Herceg und Enis Cisic machte er sich ans Werk. Herausgekommen sei aufgrund der Größe der Mauer nun das „größte Wandbild von David Bowie weltweit“, sagte Trbonja. Überschrieben ist es mit dem Slogan „Fashion changes, but you’ll always be my Heroes“, der die beiden Bowie-Titel „Fashion“ und „Heroes“ miteinander verbindet.

Religion

D: 20.000 feiern Abschluss des Katholikentages

Großes Finale beim 100. Katholikentag: Zum Abschluss des fünftägigen Glaubensfestes in Leipzig haben rund 20.000 Teilnehmer unter strahlend blauem Himmel einen stimmungsvollen Abschlussgottesdienst gefeiert. Mehrere Bischöfe, aber auch zahlreiche Musiker und Sänger gestalteten die Eucharistiefeier auf dem Augustusplatz, darunter der weltberühmte Leipziger Thomanerchor. Hauptzelebrant war der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

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