Ausland

Liberia: Armee setzt Quarantäne mit scharfer Munition durch

Die Sicherheitskräfte in Liberia haben mit scharfer Munition und Tränengas die Einhaltung einer Ebola-Quarantäne in Monrovia durchgesetzt. „Sie haben nicht auf friedliche Bürger geschossen“, sagte ein Militärsprecher gestern (Ortszeit) in der Hauptstadt.

Dort war es zuvor zu Zusammenstößen im unter Quarantäne gestellten Bezirk West Point gekommen. Augenzeugen zufolge wurden vier Menschen verletzt. Es ist unklar, ob die Opfer angeschossen wurden.

Ein Reuters-Fotograf sah einen Buben mit einer schweren Beinverletzung. West Point wurde Einwohnern zufolge gestern Früh ohne Vorwarnung abgeriegelt. Am Wochenende hatte dort eine aufgebrachte Menschenmenge 17 Patienten aus einer provisorischen Ebola-Quarantänestation herausgeholt.

Zahl der Opfer auf 1.350 gestiegen

Liberia ist von der Ebola-Epidemie in Westafrika am stärksten betroffen. Um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern, haben die Behörden Quarantänezonen auch im Grenzgebiet zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone eingerichtet. In Nigeria sind ebenfalls Fälle aufgetreten. Die Zahl der Todesopfer insgesamt liegt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von gestern bei 1.350.

Medikamentenbestand nahezu erschöpft

Die WHO hatte Anfang August experimentelle Medikamente zur Behandlung von Ebola freigegeben. Bis zu 30.000 Menschen hätten bereits mit diesen Arzneien versorgt werden müssen, sagte ein britischer Epidemiologe. Die Bestände würden dafür aber bei weitem nicht ausreichen.

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Ferguson: US-Justizminister verspricht faire Untersuchung

Zweieinhalb Wochen nach dem Tod eines schwarzen Teenagers hat US-Justizminister Eric Holder gestern (Ortszeit) die von Protesten erschütterte US-Kleinstadt Ferguson in Missouri besucht.

Bei Treffen mit der Familie des getöteten Teenagers Michael Brown versprach Holder eine faire Untersuchung der tödlichen Polizeischüsse. Ähnlich hatte sich der Minister bereits in Gesprächen mit Studenten und aufgebrachten Bewohnern des Vorortes von St. Louis geäußert.

„Erfahrenste Ermittler und Staatsanwälte beauftragt“

Er habe die „erfahrensten Ermittler und Staatsanwälte“ damit beauftragt, den Tod von Brown zu untersuchen, versicherte der Minister. „Unsere Untersuchung ist anders“, entgegnete Holder auf den Vorwurf vieler Bürger, dass die Polizei den Schützen aus den eigenen Reihen in Schutz nehmen werde. Vor einem weiteren Treffen mit Beamten der Bundespolizei FBI sagte Holder, er hoffe, dass sein Besuch in Ferguson einen „beruhigenden Einfluss“ haben werde.

Am 9. August war der unbewaffnete Brown von einem weißen Polizisten getötet worden. Seitdem wird die Stadt von schweren Ausschreitungen erschüttert. Die örtliche Polizei geriet wegen ihres aggressiven Vorgehens in die Kritik und wurde abgezogen.

US-Präsident Barack Obama rügte die „exzessive Gewalt“ der Einsatzkräfte. Gouverneur Jay Nixon verhängte den Ausnahmezustand und entsandte die Nationalgarde in die Kleinstadt. Der Fall löste landesweit eine Debatte über Rassismus in den Reihen der Polizei aus.

Zusammenstöße und Festnahmen

Am Montag waren bei Zusammenstößen auf den Straßen von Ferguson zwei Menschen durch Schüsse aus den Reihen der Demonstranten verletzt worden. Dutzende Menschen wurden festgenommen. Auch drei deutsche Reporter - darunter ein Korrespondent des „Standard“ - wurden zwischenzeitlich in Gewahrsam genommen.

Neue Proteste am Dienstagabend waren zunächst vergleichsweise friedlich verlaufen, doch wurden nach Angaben der Polizei in der Nacht 47 Demonstranten festgenommen, weil sie mit Wasser und Urin gefüllte Flaschen auf Einsatzkräfte schleuderten.

Demonstrationen in Ferguson und Clayton

Gestern Abend (Ortszeit) führten mehrere Pastoren, ein Rabbi und ein Imam einen Protestzug von rund 100 Menschen zum Büro der Staatsanwaltschaft von St. Louis County in Clayton an. In Ferguson versammelten sich rund 50 Demonstranten. Nach Augenzeugenberichten kam es kurzzeitig zu Spannungen, als zwei Weiße Schilder für den Polizisten Darren Wilson, der die Schüsse auf Brown abgefeuert hatte, hochhielten. Polizisten leiteten sie unter Pfiffen und Buhrufen weg.

Thailändischer Juntachef zum Premier gewählt

In Thailand hat die gesetzgebende Versammlung des Landes heute wie erwartet Juntachef Prayuth Chan-ocha zum neuen Premierminister gewählt. Das Gremium war vom Militär ernannt worden, Gegenkandidaten gab es keine. Die nächste Parlamentswahl findt nach Chan-ochas Reformplan frühestens im Oktober nächsten Jahres statt.

Er erhielt mindestens die Hälfte der Stimmen, wie die im thailändischen TV live übertragene Sitzung ergab. Der 60-jährige Juntachef muss noch formal vom thailändischen König bestätigt werden. Dieser hatte sich jedoch auch nicht gegen den Militärputsch gestellt, der die Regierung am 22. Mai nach monatelangen Straßenprotesten zu Fall brachte.

Pakistan: Demonstranten stimmen Dialog mit Regierung zu

Die Regierungsgegner in Pakistan haben gestern einer Aufforderung der Streitkräfte zum Dialog mit der Staatsführung zugestimmt. Etwa 20.000 Demonstranten belagerten dennoch weiter das Parlamentsgebäude in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Sie fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Nawaz Sharif, dem sie Wahlbetrug vorwerfen.

Etwa 40.000 Soldaten und Polizisten sollten die Demonstranten daran hindern, in das Gebäude einzudringen. Eine frühere Aufforderung der Streitkräfte zu Verhandlungen hatten die Regierungsgegner noch abgelehnt.

Angeführt werden die Regierungsgegner von dem ehemaligen Kricket-Star und Oppositionspolitiker Imran Khan und dem Kleriker Tahirul Qadri. Zu Beginn der Belagerung des Parlamentgebäudes am Dienstagabend hatte sich Sharif dort mit Abgeordneten getroffen. Khan forderte den Rücktritt Sharifs und Neuwahlen wegen angeblichen Wahlbetrugs. Qadri verlangt zudem eine vollständige Reform des Wahlrechts.

Inland

Mitterlehner für Studiengebühren und Bedarfserhebung

Studienbeiträge und Zugangsregelung seien „nicht ad acta gelegt“, so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) vor kurzem. Im Ö1-Interview erläuterte er, dass dieses Thema in der nächsten Regierungsperiode wieder auf dem Tisch sein werde, weil es eben keine unbegrenzten Kapazitäten gebe.

Daher brauche man Zugangsregeln oder Studiengebühren, so Mitterlehner beim Europäischen Forum Alpbach. Der Wissenschafts- und Wirtschaftsminister kündigt auch eine Art „Bedarfserhebung“ an, welche Fächer aus Sicht des Arbeitsmarktes und der Gesellschaft gefragt sind.

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Hektische Quartiersuche: Die Zahlen hinter dem Asylstreit

Das Innenministerium will nach dem Aufnahmestopp im Flüchtlingslager Traiskirchen Notschlafstellen für Asylwerber einrichten und erntet dafür von vielen Seiten Kritik. Die anhaltende politische Debatte über die Unterbringung von Asylwerbern erweckt den Eindruck, Österreich werde derzeit von einem beispiellosen Flüchtlingsstrom überschwemmt.

Ein Blick in die Statistiken des Innenministeriums zeigt jedoch, dass die Zahl der Anträge heuer trotz zahlreicher Krisenherde weltweit bisher nur gering gestiegen ist. Verglichen mit 2004 liegt die Zahl überhaupt auf niedrigem Niveau.

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Sport

Eishockey: Champions League startet neuen Versuch

Ab heute misst sich Europas Eishockey-Elite mit Ausnahme der Clubs aus der russischen Liga wieder in einem gemeinsamen Bewerb. Die Champions Hockey League (CHL) startet nach fünf Jahren Pause einen neuen Versuch. Dabei sind mit Red Bull Salzburg, den Vienna Capitals und dem Villacher SV auch drei österreichische Clubs.

Die Ziele sind vor allem bei Salzburg und den Capitals hochgesteckt. Für die Wiener ist gleich der Auftakt ein Highlight, geht es doch daheim gegen einen alten Bekannten.

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Schwimm-EM: Zaiser zieht locker in Finale ein

Die Kärntner Schwimmerin Lisa Zaiser ist gestern Abend in Berlin in ihr erstes Langbahn-EM-Finale eingezogen. Die 19-Jährige schlug im Semifinale über 200 m Lagen in 2:13,14 Minuten an und markierte damit die fünftbeste Zeit des sechzehnköpfigen Feldes. Der erste Endlauf mit österreichischer Beteiligung bei diesen Titelkämpfen in einer Einzel-Disziplin ist für morgen um 18.18 Uhr (live in ORF Sport + und im Livestream) angesetzt.

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Europa League: Ex-Club Rapid für Heikkinen Favorit

Im Kampf um den Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League trifft Rapid heute auf HJK Helsinki und damit auch auf einen alten Bekannten. Markus Heikkinen, der von 2007 bis 2013 bei den Wienern unter Vertrag stand, kehrte im vergangenen Jahr in seine finnische Heimat zurück. „Rapid war ein sehr wichtiger Teil meines Lebens“, freute sich der 35-Jährige auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Aus sportlicher Sicht steht Heikkinen mit seinem neuen Verein aber vor einer schwierigen Mission: „Ich glaube nicht, dass wir auf derselben Augenhöhe sind. Wir sind sicher Außenseiter.“

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Wirtschaft

Venezuela rationiert Lebensmittel

Wegen ständiger Versorgungsengpässe hat die linksgerichtete Regierung in Venezuela Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs rationiert. Künftig dürften bestimmte Produkte nur noch einmal pro Woche gekauft werden, teilte das Ministerium für Ernährung gestern mit.

Um Hamsterkäufe zu unterbinden, müssten die Venezolaner in privaten und staatlichen Geschäften ihre Ausweise vorlegen und Fingerabdrücke hinterlassen. In dem ölreichen Land - es ist der fünftgrößte Exporteur des Rohstoffs - fehlt es immer wieder an Dingen des täglichen Bedarfs.

Die Regierung von Präsident Nicolas Maduro macht dafür Schmuggler verantwortlich, die subventionierte Güter aus Venezuela zu deutlich höheren Preisen im Nachbarland Kolumbien verkaufen. Für die Opposition sind die Versorgungsengpässe hingegen Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik.

Chronik

Kärntner nach Schüssen auf Schweizer Polizisten verurteilt

Das Bezirksgericht Zürich hat gestern einen gebürtigen Kärntner zu zwölf Jahren Haft und einer ambulanten Therapie verurteilt. Der 49-Jährige war im Februar 2013 ohne Ticket in einem Bus erwischt worden und hatte sich anschließend eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und in Zürich-Seebach auf Beamte geschossen.

Der Mann, der aus dem Raum Villach stammt, wurde wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung, mehrfacher Gefährdung des Lebens, Freiheitsberaubung und weiterer Delikte schuldig gesprochen. Er habe gezielt auf die Polizisten geschossen, die ihn kontrollieren wollten. Er habe seine Waffe aus nichtigem Anlass eingesetzt, so das Gericht.

Vor dem Bezirksgericht machte der Beschuldigte geltend, er sei damals unter Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden. Die Waffe habe er bei sich gehabt, weil er sie einem anderen Mann habe verkaufen wollen. Er habe niemals jemanden töten wollen, sondern in Angst und Panik gehandelt. Verletzt wurde dabei niemand.

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Kein Spielteilnehmer hatte bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ die richtigen sechs Gewinnzahlen auf seinem Schein, im Jackpot für die nächste Ziehung am Sonntag bleiben über 773.000 Euro. Folgende Zahlen wurden gezogen:

6 8 25 39 44 45, Zusatzzahl 33

Beim Joker gibt es einen Doppeljackpot, im Topf sind knapp 359.000 Euro. Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

3 5 3 5 8 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Unschuldig in US-Haft - Zehn Mio. Dollar Entschädigung

Fast zwei Jahrzehnte nach seiner unrechtmäßigen Verurteilung wegen Mordes erhält ein Mann aus New York zehn Millionen Dollar (7,5 Mio. Euro) Entschädigung. Die Summe wurde in einem Vergleich festgelegt, durch den ein Rechtsstreit zwischen dem 42-jährigen Jabbar Collins und der Stadt New York beigelegt wurde, wie Collins’ Anwalt gestern (Ortszeit) mitteilte.

Gericht stützte sich auf Zeugenaussagen

Durch eine ähnliche außergerichtliche Einigung hatte Collins zuvor bereits drei Millionen Dollar vom Bundesstaat New York erhalten. Der Mann war im März 1995 im Alter von 21 Jahren zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Manhattan sah es damals als erwiesen an, dass er im Februar 1994 einen Rabbi im Stadtteil Brooklyn getötet hatte. Das Gericht stützte sich hauptsächlich auf Zeugen. Sie hatten angegeben, Collins’ Flucht vom Tatort beobachtet zu haben.

„Beschämendes“ Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft

2010 wurde Collins freigesprochen. Er hatte während der Haft Jus studiert und herausgefunden, dass einer der Zeugen seine Aussage noch vor dem Prozess zurückgezogen hatte. Collins’ Verteidiger war darüber aber nicht informiert worden.

Als Collins noch auf weitere Unregelmäßigkeiten stieß, legte er Beschwerde gegen seine Verurteilung ein. Bundesrichterin Dora Irizarry hob das Urteil schließlich auf und klagte über „beschämendes“ Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft.

Im Juni hatten sich bereits fünf schwarze und hispanische Männer, die irrtümlicherweise wegen der Vergewaltigung einer weißen Investmentbankerin im Central Park verurteilt worden waren, mit der Stadt New York auf eine Entschädigung von insgesamt 40 Millionen Dollar geeinigt.

Dutzende Tote nach Unwettern in Japan

Die Zahl der Toten bei Unwettern im Westen Japans ist auf 39 gestiegen. Laut Medienangaben von heute wurden noch sieben Menschen vermisst. Die Rettungsmannschaften hatten in und um die Stadt Hiroshima die ganze Nacht über fieberhaft nach Überlebenden gesucht. Sintflutartige Regenfälle hatten Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst.

Mehr als tausend Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen. Viele Menschen wurden obdachlos. Etwa 1.200 Haushalte waren von der Wasserversorgung abgeschnitten. Ministerpräsident Shinzo Abe kehrte aus seinem Urlaub nach Tokio zurück. Das Verteidigungsministerium entsandte 600 Helfer nach Hiroshima, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Örtliche Stellen hatten um Unterstützung gebeten.

Die Behörden hatten gestern Früh vor Erdrutschen in dem besonders betroffenen Stadtteil Asakita gewarnt. Sie räumten aber ein, dass die Warnung möglicherweise zu spät kam.

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IT

Britischer Geheimdienst GCHQ entwickelt Computerspiel mit

Der in den Abhörskandale verwickelte britische Geheimdienst GCHQ hat bei der Entwicklung eines Computerspiels geholfen, bei dem es um einen Cyberangriff geht. Es soll auf die Gefahr von Angriffen über das Internet aufmerksam machen und testen, wie gut die Briten sich mit Onlinesicherheit auskennen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die Spieler schlüpfen demnach in die Rolle eines Geheimagenten und müssen einen Angriff auf ein fiktives Luft- und Raumfahrtunternehmen abwehren, auf das es Cyberbösewichte abgesehen haben.

Anmelden können sich Spieler seit heute über die Website der „Cyber Security Challenge“, einer Reihe von Wettbewerben, die talentierten Nachwuchs für das Thema Internetsicherheit begeistern sollen. Anfang September kann gespielt werden. Wer sich besonders gut schlägt, darf im kommenden Jahr in einem Livefinale gegen Hacker spielen.

Science

Kultur

Johannes Krisch soll im Film Jack Unterweger spielen

Der Burgtheater-Schauspieler Johannes Krisch soll in einem Kinofilm den Prostituiertenmörder Jack Unterweger spielen. Das meldet die „Kleine Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Laut Produzent Dieter Pochlatko (epo-Film) starten nach fast fünfjähriger Vorbereitungszeit Anfang Oktober die Dreharbeiten zu „Jack“. Krisch sei „die ideale Besetzung“.

Für Regie und Drehbuch zeichne Elisabeth Scharang verantwortlich. Im Cast des mit zweieinhalb Millionen Euro budgetierten Films finden sich u. a. Corinna Harfouch als Unterwegers Mutter und Ursula Strauss als Gesellschaftsreporterin.

Gericht urteilt: Shakiras „Loca“ ist ein Plagiat

Der Hit „Loca“ von Popstar Shakira ist nach Ansicht eines US-Gerichts ein Plagiat. Das Stück auf dem 2010 erschienenen Album „Sale el Sol“ der Kolumbianerin sei eine „illegale Kopie“ des Liedes „Loca con su Tiguere“ des Sängers Ramon Arias Vasquez, heißt es im Urteil des Bundesrichters Alvin Hellerstein aus New York, das die Nachrichtenagentur AFP gestern erhielt.

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Eliasson-Schau als Trekking-Erlebnis im Museum

Wer durch eine isländische Geröll- und Flusslandschaft marschieren will, muss in den nächsten Wochen nicht unbedingt ganz in den hohen Norden fahren. Der isländisch-dänische Konzeptkünstler Olafur Eliasson hat die Natur ins Museum geholt und lässt seit Mittwoch die Besucher des berühmten Louisiana-Kunstmuseums nördlich von Kopenhagen durch eine Steinlandschaft mit sprudelnden Bächen wandern. Sein Projekt „Riverbed“ ist vielleicht eine der spektakulärsten Umsetzungen an der Nahtstelle zwischen Kunstwerk und Staunen, die Eliasson verwirklicht hat.

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London bekommt Amy-Winehouse-Denkmal

Eine lebensgroße Statue von Amy Winehouse soll in London bald an die englische Sängerin erinnern. Die Figur mit der typischen hohen Winehouse-Frisur soll am 14. September enthüllt werden, dem Geburtstag des mit nur 27 Jahren gestorbenen Popstars („Back to Black“).

„Jetzt wird Amy für immer sehen können, was sich in ihrer Heimatstadt tut“, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA heute Amys Vater Mitch Winehouse. Die Statue soll im trendigen Stadtteil Camden Town stehen. „Die Familie wollte immer ein Denkmal für sie an dem Ort haben, den sie am meisten liebte“, sagte der Vater. Amy Winehouse war nach langem Kampf mit Alkohol und Drogen 2011 verstorben.

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